Fußchirurgie

Eingewachsener Zehennagel

Ein eingewachsener Zehennagel, ist eine der häufigsten Erkrankungen in der Fußchirurgie und wird in der Regel hervorgerufen durch einen Nagel der sich an den Seiten (am häufigsten) einrollt (Rollnagel = Unguis convolutus). Hier schneidet der Nagel in das umliegende Gewebe ein und verursacht Beschwerden. Durch die Reibekräfte beim Gehen und Laufen entsteht eine Wunde die Keimen als Eintrittspforte dienen kann, so dass zusätzlich eine Infektion auftritt. Auch durch unsachgemäßes Schneiden der Zehennägel kann es zu Ecken, Kanten und Dornen kommen die das Gewebe verletzen.
Der eingewachsene Zehennagel tritt in den meisten Fällen an der Großzehe auf und ist häufiger bei Männern, als bei Frauen. Kinder sind selten betroffen.

Morbus Ledderhose

Der Morbus Ledderhose, gehört zu den seltenen Erkrankungen in der Fußchirurgie und ist wie der Morbus Dupuytren eine Fibromatose. Das heißt, es kommt ebenfalls zur Ausbildung von Knoten und Strängen, die einer festen Faserstruktur (Plantarfaszie) der Fußsohle zugeordnet werden können. Mikroskopisch sind die Gewebeveränderungen beim Morbus Ledderhose gleich denen des Dupuytren.

während beim Dupuytren eine Fingerbeteiligung häufig ist, sind beim Morbus Ledderhose die Zehen äußerst selten betroffen. Meist sind die Stränge an den nicht Gewicht tragenden Regionen zu finden.

Der Morbus Ledderhose tritt oft mit dem Dupuytren zusammen auf, ist aber deutlich seltener. Ungefähr (je nach Literatur) 1,5-10% der an Dupuytren Erkrankten haben auch einen Morbus Ledderhose.