Bauchstraffung in Düsseldorf

Die Bauchstraffung bzw. Bauchdeckenstraffung wird auch Bauchplastik, Bauchdeckenplastik oder medizinisch Abdominoplastik genannt. Folgende Formen lassen sich unterscheiden:

  • Die klassische Bauchstraffung wird auch Abdominoplastik genannt. Eine Mobilisation der Bauchhaut und Fettschicht erfolgt bis zum Rippenbogen und der Bauchnabel wird versetzt.
  • Bei der Minibauchstraffung, auch Mini-Abdominoplastik genannt, wird die Mobilisation nur bis knapp über dem Bauchnabel durchgeführt, ohne diesen zu versetzen.
  • Der T-Schnitt bedeutet eine große Bauchdeckenstraffung mit zusätzlich senkrechter Schnittführung. Bei massivem Hautüberschuss kann auf diesen Schnitt nicht verzichtet werden, da nur so der zirkuläre Hautumfang reduziert werden kann.
  • Bei der oberen Bauchstraffung erfolgt der Schnitt im Bereich der Unterbrustfalte. Diese Operation wird wegen der gehäuften problematischen Narbenbildung kaum eingesetzt.

Bauchdeckenstraffung Düsseldorf

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Es gibt verschiedene Operationen, bei denen sich die Kombination mit der Bauchstraffung anbietet.

  • Die Zirkuläre Schnittführung wird angewendet, wenn auch im Bereich des unteren Rückens ein Hautüberschuss vorhanden ist, oder wenn zusätzlich eine Gesäßstraffung durchgeführt werden muss.
  • Oft bietet sich Kombination der Bauchdeckenstraffung mit dem Fettabsaugen an. Gerne werden die Hüftpolster dem Bauch angepasst oder das Bauchfett etwas ausgedünnt. Was hier zu beachten ist, lesen Sie im Beitrag Bauchstraffung und Fettbabsaugung.
  • Bei Gewichtsverlusten ist bei Frauen meist auch die Brust erschlafft, so dass die Bauchstraffung hier mit einer Straffung der Brust simultan erfolgen kann.

Die Hauptgründe für eine Bauchstraffung bzw. Bauchdeckenstraffung sind Zustände nach Schwangerschaften (oft Mehrlingsschwangerschaften) und massiven Gewichtsverlusten nach starkem Übergewicht (Adipositas = Fettsucht, Extremform = Adipositas permagna). Wird die Straffung mit anderen Operationen durchgeführt, die den Zustand vor einer Schwangerschaft wiederherstellen sollen, dann spricht man vom sog. Mommy makeover. Dieses könnte man zu Deutsch als Mamikorrektur bezeichnen.

Zum einen kann die Bauchhaut massiv gedehnt sein. Zum anderen ist oft auch die Bauchdecke, die aus der Bauchmuskulatur und festen Faserschichten besteht, erweitert. Letzteres kann auch bei schlanken Frauen zum sog. Kugelbäuchlein führen. Eine bloße Bauchstraffung im Hautniveau wäre hier nicht ausreichend. Wichtig ist auch eine innere Straffung an der Bauchdecke.

Ein starkes Auseinanderweichen der Bauchmuskulatur in der Mittellinie, welches Rektusdiastase genannt wird, kann mit einer Bauchstraffung auf der Muskelebene (siehe unten: inneres Korsett) korrigiert werden.

Auch bei exzessiven Gewichtsabnahmen, die prinzipiell ähnliche Veränderungen zur Folge haben, ist oftmals die Indikation zur Bauchstraffung gegeben, wobei ein teils enormer Haut-Fett-Überschuss (Fettschürze) im Vordergrund steht.

Vor einer Bauchstraffung sollte das Rauchen bereits für 2 Wochen eingestellt werden, um das Risiko für Wundheilungsstörungen zu minimieren. Nach Abschluss der Wundheilung ist die Gefahr nicht mehr vorhanden. Für die Operation muss man ca. 2 Stunden kalkulieren. Sie wird in Vollnarkose durchgeführt. Die Schnittführung ist abhängig von der Menge des zu reduzierenden Gewebes. Je nach Ausdehnung der Bauchstraffung ist ein stationärer Aufenthalt von 1 – 2 Tagen empfehlenswert – bei starkem Gewebeüberschuss auch länger.

Das Grundprinzip der Bauchdeckenstraffung besteht darin, den Überschuss an Haut und Fettgewebe zu entfernen. Dieses gelingt über einen Schnitt, der über dem Schamhügel und dann seitlich nach oben in Richtung Schambeinschaufeln verläuft. Die Linie kann der Bademode oder der Unterwäsche angepasst werden. Um möglichst viel Haut zu mobilisieren, muss das Fettgewebe von der Bauchwand gelöst werden – und zwar bis zum Unterrand des Brustbeines. Nur so hat die Bauchstraffung auch einen Effekt im Bereich des Oberbauches.

Der Bauchnabel wird ausgeschnitten und an seinem neuen Platz eingenäht. Man versucht natürlich, möglichst wenig Narben zu produzieren und verzichtet, wenn möglich, auf die senkrechte Narbe, die in der Mittellinie vom Schamhügel zum Bauchnabel zieht.

Es gibt jedoch Befunde, die eine Bauchstraffung mit einer zusätzlich in der Mittellinie verlaufenden Narbe notwendig machen:

  • Minibauchstraffung:
    Manchmal kann nicht genug Haut entfernt werden, um den ehemaligen Nabel-Bereich in der queren Narbe zu verstecken. Der Defekt wird dann mit einer kleinen senkrechten Naht verschlossen.
  • Große Bauchstraffung:
    Der Hautüberschuss ist so groß, dass auch in vertikaler Richtung Haut entfernt werden muss. Es resultiert eine senkrechte Narbe in der Mittellinie. Das Schnittmuster ähnelt einer Lilie. Daher wird diese Technik ‚Fleur de Lis‘ genannt. Die Kosten für eine große Abdominaoplastik können deutlich höher liegen als die der klassischen Variante oder der Minibauchstraffung. Auch muss man mit einer längeren Ausfallzeit rechnen und mit einer verlängerten Wundheilung, daher ist die Nachbehandlung etwas aufwendiger.

Hier können Sie mehr lesen zum Vergleich der klassichen Bauchdeckenstraffung mit der Minibauchstraffung.

Bei stärkeren Fettdepotresten ist zugunsten der Gewebeschonung die Fettschürzenentfernung (siehe unten) einer klassischen Bauchstraffung vorzuziehen.

schlaffe Haut am Bauch nach Schwangerschaft

Bild oben: schlaffer Bauch nach Schwangerschaft.

Die 2 folgenden Bilder zeigen aufgehellt den Bereich, der bei der großen Bauchstraffung entfernt wird. Weiß ist der Verlauf der entstehenden Narben dargestellt:

1. Kleine ‚Fleur de Lis‘-Bauchdeckenstraffung
2. Große ‚Fleur de Lis‘-Bauchstraffung

Erweiterte Bauchdeckenstraffung bzw. Abdominoplastikausgedehnte Bauchdeckenplastik Fleur de Lis

Wird eine Bauchstraffung durchgeführt, dann muss berücksichtigt werden, dass die Gewebeüberdehnung oft auch die Bauchwand, bzw. die Bauchmuskeln betrifft. Weichen die beiden geraden Bauchmuskel auseinander, ist neben der Bauchhauterschlaffung eine sogenannte Rektusdiastase vorhanden. Begegnen kann man derartigen Veränderungen, indem die Bauchstraffung zusätzlich durch ein sog. „inneres Korsett“‚ erfolgt. Mit Hilfe einer bestimmten Nahttechnik, welche nicht den Muskel fasst, sondern dessen feste Hülle, ist hier die innere Straffung möglich. Mit dieser Nahttechnik erreicht man eine Straffung sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung.

Im Rahmen der klassischen Bauchstraffung / Bauchdeckenstraffung wird der Bauchnabel versetzt. Ziel aller Techniken ist es, den neuen Nabel möglichst natürlich aussehen zu lassen. Dem werden aber nur wenige Methoden gerecht.

Die geschickte Formung des Bauchnabels ist ein wichtiger Teil der Bauchstraffung, da der Nabel nicht im Bikini oder in der Badehose versteckt werden kann. Daher sollte ein natürlich wirkender Trichter geformt werden und die Narbe schließlich weitgehend unsichtbar in diesem Trichter zum Liegen kommen.

Was ist die „Champagnerrinne“?
Als „Champagnerrinne“ bezeichnet man umgangssprachlich eine Vertiefung zwischen den geraden Bauchmuskeln. Sie wird von einigen Menschen als besonders attraktiv empfunden. Auf Patientenwunsch ist es möglich, diese im Rahmen einer Bauchstraffung zu formen.

Die obere Bauchstraffung ist eine selten angewendete Technik. Sie bietet sich an bei Patienten, die gleichzeitig z. B. eine Brustverkleinerung oder Bruststraffung vornehmen lassen wollen. Die Schnittlinie in der Unterbrustfalte bei dem Brusteingriff wird gleichzeitig für die Bauchstraffung genutzt. Die Haut des Oberbauches mit dem darunter liegenden Fettgewebe wird nach oben gezogen und der Überschuss in Höhe der Unterbrustfalte entfernt. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass die beiden Unterbrustfaltenschnitte in der Mitte vereinigt werden müssen, um auch hier genügend Gewebe entfernen zu können. Genau hier im Bereich des Brustbeines kommt es aber häufiger auch bei feiner Nahttechnik zu unschönen wulstigen, hypertrophen Narben.

Liegt der Gewebeüberschuss nicht nur im Bereich des Oberbauches, kann diese Technik mit einer kleinen Unterbauchstraffung kombiniert werden. Der Nabel muss in diesen Fällen nicht versetzt werden.

Insgesamt wird diese Art der Bauchstraffung nur in äußerst seltenen Fällen angewendet.

Eine besondere Form der Bauchstraffung ist die Fettschürzenentfernung. Die Patienten, bei denen dieser Eingriff durchgeführt wird, sind in den meisten Fällen noch übergewichtig.

Die komplette klassische Bauchstraffung empfiehlt sich in diesem Fall nicht, da durch die Fettgewebsmassen, welche tendenziell schlechter durchblutet sind, Komplikationen wie: Wundheilungsstörungen, Infektionen, Fettgewebsnekrosen (Absterben von Fettgewebe), Blutergüsse u. a., wesentlich häufiger auftreten. Die Bauchstraffung wird auf das nötige Mindestmaß reduziert, um die entstehende Wundfläche so gering wie möglich zu halten. Über den oben beschriebenen horizontalen Schnitt erfolgt die Fettschürzenentfernung. Die Wunde wird dann in mehreren Schichten vernäht.

Der Nabel wird nicht versetzt und die Präparation auf der Bauchdecke erfolgt nur bis zum Nabel und nicht, wie bei der Bauchstraffung, bis zum Brustbein. Somit ist die Wundfläche deutlich kleiner. Dadurch lässt sich eine verbesserte Durchblutung der Wundränder erreichen und das Risiko einer Wundheilungsstörung minimieren.

Die Bauchdeckenstraffung ist eine der Standard-Operationen in Düsseldorf. Die YUVEO KLINIK ist bei guter Anbindung im gesamten Raum von Köln bis Essen mit dem Auto binnen einer halben bis dreiviertel Stunde gut erreichbar.

Einen Termin für ein fachärztliches Beratungsgespräch zur Bauchstraffung können Sie per Kontaktformular vereinbaren.

Im Rahmen des Gespräches werden Ihnen anhand des bestehenden Befundes die alternativen Verfahren und Techniken erläutert, die Vor- und Nachbehandlung beschrieben und weiterhin wird auf mögliche Komplikationen und deren Vermeidung eingegangen.

Das Beratungsgespräch und die gesamte Behandlung in Zusammenhang mit der Bauchstraffung werden bei uns nur von Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie vorgenommen. Der Facharzt Dr. Rene Schumann ist Mitglied der DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen).

Bauchstraffung und Fettabsaugung

Die Bauchstraffung / Bauchdeckenstraffung kann auch sinnvoll mit einer Fettabsaugung kombiniert werden. In manchen Fällen besteht zwar eine Erschlaffung der Bauchhaut, aber es ist zusätzlich ein deutlicher Fettgewebsüberschuss vorhanden. In solchen Situationen kann zunächst eine Fettabsaugung durchgeführt werden und anschließend die Bauchstraffung. Einige Plastische Chirurgen führen beide Eingriffe direkt nacheinander durch, um eine erneute Narkose zu vermeiden und ihren Patienten nicht zwei postoperative Phasen zuzumuten. Andere argumentieren, das Risiko von Wundheilungsstörungen sei durch das Malträtieren des Fettgewebes bei der Fettabsaugung höher und bevorzugen ein zweizeitiges Vorgehen, um das Risiko für Komplikationen nach der Bauchstraffung nicht zu erhöhen.

Oftmals kann die Bauchregion im Rahmen einer Bauchstraffung ästhetisch deutlich verbessert werden, indem man an den Hüften, falls hier eine Problemzone besteht, simultan eine Fettabsaugung durchführt. Der operative Aufwand ist nur geringfügig höher als bei einer Standard-Bauchstraffung. Die Nachbehandlung unterscheidet sich nicht wesentlich, zumal in beiden Fällen mit einer gewissen Schonungsphase und Sportkarenz zu kalkulieren ist.

Quellen:

  • Plastic Surgery – Grabb & Smith – Lippinkott Williams & Wilkins – Philadelphia USA – 2007
  • Ästhetische Chirurgie – Lemperle, von Heimburg – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie – Krupp – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie – Berger, Hierner – Springer – Band 3: Mamma, Stamm – Berlin 2006
 

Bauchstraffung Abdominoplastik

Die Nachbehandlung ist vom Aufwand der Operation und vom vorherigen Befund abhängig. Bei einer Minibauchstraffung ist man schneller wieder fit als bei einer großen ‚fleur de lis‘-Bauchdeckenstraffung. Bei der Nachbehandlung der Bauchstraffung sind verschiedene Dinge zu beachten. Auch erschwert sich die postoperative Behandlung beim Auftreten von Komplikationen. Die Kosten können dadurch auch höher ausfallen. Die wichtigsten Dinge für den Normalfall finden Sie wie folgt:

  • Drainagen
    Die Drainagen werden nach der Bauchstraffung, je nach Fördermenge, 2 – 5 Tage belassen.
  • Das Verhalten nimmt bei der Nachbehandlung der Bauchstraffung eine entscheidende Rolle ein.
    Besonders in den ersten 3 Wochen ist darauf zu achten, die Naht am Unterbauch nicht zu sehr zu strapazieren, damit diese sich nicht aufdehnt. Es sollte also in einer klappmesserartigen Haltung auf dem Rücken geschlafen werden, um somit die Spannung an der Nahtstelle zu reduzieren. Gehen und Stehen sollte man nach der Bauchstraffung daher auch in einer leicht gebeugten Haltung. Die Stuhlregulation ist ebenso wichtig und kann bei einer Gefahr der Verstopfung (Obstipation) durch leichte Abführmittel unterstützt werden. Verstopfende und blähende Nahrungsmittel müssen gemieden werden. Bei stärkerem Pressen können sich die inneren Korsettenähte schneller wieder aufdehnen als gewünscht.
  • Kompression
    Für eine fachgerechte Nachbehandlung ist es gerade in den ersten 24 Stunden nach der Bauchstraffung wichtig, sich ruhig zu verhalten, damit nicht ein kleines Gefäß, das verödet oder unterbunden wurde, wieder aufspringt. Durch eine Kompressionsbandage für eine Nacht kann man die Wahrscheinlichkeit für eine Blutung zusätzlich reduzieren. In den ersten Tagen bzw. Wochen sind Schwellungen und leichte Blutergüsse (auch seitenungleich) der Haut normal. Ein Kompressionsmieder sollte bis einschließlich 6 Wochen nach der Bauchstraffung getragen werden.
  • Fäden
    Selbstauflösende Fäden müssen nicht gezogen werden. Nicht selbstauflösende Fäden werden nach frühestens 14 Tagen entfernt.
  • Duschen
    Wegen der Nähe der Schamzone verzichtet man meist auf wasserdichte Verbände. Kurz nach dem Ziehen der Drainagen (2 – 5 Tage) ist das Duschen erlaubt. Davor muss der Verband trocken bleiben.
  • Sport
    Nach der Operation sollten Sportarten, die zu Mitbewegungen am Bauch führen und/ oder anstrengend sind, 4 – 6 Wochen vermieden werden.

Diese Beschreibungen sollen nur als Richtungsweisung verstanden werden. Die Nachbehandlung der Bauchstraffung kann bei anderen Plastischen Chirurgen auch von diesen Beschreibungen abweichen.

Bauchdeckenstraffung mit T-Schnitt

Auch wenn die Bauchstraffung eine Standardoperation ist, kann sie dennoch mit Komplikationen einhergehen. Prinzipell sind Komplikationen bei der Minibauchstraffung seltener als bei den großen Varianten. Es ist wichtig diese, wenn möglich, zu vermeiden oder zumindest rechtzeitig zu erkennen. Nur so können rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Wichtig zur Vermeidung ist auch die richtige Nachbehandlung nach einer Bauchdeckenstraffung.

Mögliche Komplikationen bei der Bauchdeckenstraffung

Im Folgenden werden die wichtigsten Komplikationen kurz beschrieben, die bei der Bauchdeckenstraffung auftreten können:

  • Postoperative Schwellung:
    Nach der Bauchdeckenstraffung ist eine gewisse postoperative Schwellung normal. Sie kann durch kleinere Blutergüsse oder Wundwasserergüsse stärker ausgeprägt sein. Auch gewisse Verhärtungen sind postoperativ normal. Diese Veränderungen verbessern sich schon in den ersten postoperativen Wochen zusehends. In dieser Phase wird Kompressionsware dringend empfohlen. Sie muss ca. 6 Wochen lang getragen werden. Allerdings können auch danach noch leichte bis mäßige Schwellungen sichtbar sein. Gelegentlich ist eine Schwellung direkt über der Narbe zu sehen, die sich durch einen Lymphstau erklären lässt. Diese Lymphschwellung wird auch nach Kaiserschnitten beobachtet und bildet sich zurück (manchmal erst nach Monaten).
  • Blutergüsse:
    Bei der Operation entstehen größere Wundflächen. Daher ist es besonders wichtig, eine akkurate Blutstillung durchzuführen. Mit anschließender Kompression und der Einlage von Drainagen sind größere Blutergüsse bei Patienten ohne Gerinnungsstörungen eher selten. Kleinere Hämatome kann der Körper selbst abbauen, größere bedürfen ggf. einer operativen Entfernung.
  • Blutungen:
    Diese lassen sich in der Regel durch sorgfältige Blutstillung und abschließende Kompression vermeiden. Es gelten die unter Blutergüsse beschriebenen Dinge.
  • Narbenbildungsstörungen nach der Bauchdeckenstraffung:
    Sogenannte hypertrophe Narben (oder im schlimmeren Falle Keloide) können bei Menschen mit entsprechender Störung gelegentlich auftreten.
  • Verletzung benachbarter Strukturen (sehr selten):
    Wenn Bauchwand- oder Nabelbrüche vorhanden sind, kann Darm verletzt werden.
  • Infektionen:
    Das Risiko für Infektionen sollte durch hochsteriles Arbeiten und ggf. eine Antibiotikaprophylaxe reduziert werden.
  • Dog-Ears, Hundeöhrchen:
    An den beiden Enden der horizontalen Schnittflächen entsteht ein Hautüberschuss. Je extremer der Befund ist, desto ausgedehnter wird die Bauchdeckenstraffung ausfallen und umso stärker ist schließlich der Hautüberschuss. Da dieser kleinen Hundeöhrchen ähnelt, werden sie Dog-Ears genannt. Das Wegschneiden derselben geschieht im Rahmen der Bauchplastik zunächst nur unter Zurückhaltung, um eine übermäßige Ausweitung der Narben zu verhindern. Durch bestimmte Nahttechniken kann man sie reduzieren. Man setzt darauf, dass sie innerhalb von 3 – 6 Monaten schrumpfen und am Ende nicht mehr sichtbar sind. Kommt der gewünschte Schrumpfungseffekt nicht ausreichend zum Tragen, dann kann man eine kleine Korrektur in örtlicher Betäubung vornehmen. An Narbenlänge hat man bei diesem Vorgehen in der Regel einiges gespart.
  • Hautgefühl im Bereich der Narbe:
    Über eine Verschlechterung des Gefühlsempfindens oder eine Taubheit der mittleren Narbenzone sollte vor einer Bauchdeckenstraffung aufgeklärt werden. Komplette Gefühllosigkeit ist eher selten. Aber oberhalb des mittleren Narbenabschittes kann auch eine permanente Taubheit bestehen bleiben. Diese ist oftmals bei Z. n. Kaiserschnitt im Vorfeld vorhanden.
  • Kummerecke:
    Die sogenannte Kummerecke ist bei der Bauchstraffung über dem Schamhügelschnitt lokalisiert. Hier besteht die größte Spannung und daher ein höheres Risiko für eine Wundheilungsstörung. Eine kleinere Wundheilungsstörung bedeutet ein leichtes Klaffen der Wundränder in diesem Bereich. Mit antiseptischen Verbänden kann man diesem Problemchen schnell Herr werden. Zu größeren Wundheilungsstörungen kommt es seltener. Meist sind dann Raucher oder Diabetiker betroffen.
  • Aufreißen der Wunde / Naht:
    Bei zu viel Spannung und zu viel Bewegung des Rumpfes kann die Naht überstrapaziert werden und reißen. Daher sollte man sich insbesondere in der ersten Woche nach der Bauchdeckenstraffung schonen und in leicht gekrümmter Position verharren.
    Im Zusammenhang mit Infekten kann der Wundrand, durch die damit verbundene Schwellung, aufquellen. Solches Gewebe ist instabil und kann eher einreißen. Selbst bei kleinsten Wundrandinfekten nach der Bauchdeckenstraffung sollte man daher die Naht nicht überstrapazieren und sich ruhig verhalten.
  • Absterben von Gewebe:
    Insbesondere bei starken Rauchern ist es möglich, dass im Bereich der größten Spannung (Mitte der Naht) wegen der Nikotinwirkung die Durchblutung der Haut nicht mehr gewährleistet ist. Hier können Anteile der Haut absterben. Je nach Größe des Defektes bedeutet dieses die Notwendigkeit, über einen längeren Zeitraum antiseptische Verbände anzulegen oder sogar eine weitere Korrektur-Operation. Daher ist es wichtig, vor und nach der Bauchdeckenstraffung auf Zigaretten zu verzichten.
  • Wundwasserergüsse = Serome:
    Bei der Bauchdeckenstraffung entstehen relativ große Wundflächen. Diese können je nach individueller Neigung Wundwasser produzieren. Meist kommt es nicht zu nennenswerten Veränderungen. Manchmal entstehen kleinere und mittelgroße Serome, die sich mit der Zeit selbst auflösen. Die größeren Wundwasserergüsse müssen manchmal mit einer Kanüle punktiert werden.
  • Kosmetisch unbefriedigendes Ergebnis:
    Im Rahmen eines effektiven Beratungsgespräches sollten die Erwartungen des Patienten und das mögliche operative Ergebnis in Einklang gebracht werden, um Enttäuschungen zu vermeiden. Bei Asymmetrien, suboptimaler Narbenheilung, u. a. kann durch eine Korrekturoperation Abhilfe geschaffen werden.
  • Thrombose und Embolie nach der Bauchdeckenstraffung:
    Eine Thrombose-Prophylaxe mit Heparin und Stützstrümpfen ist anzuraten.
  • Auf das Risiko der Narkose / Betäubung wird hier nicht eingegangen.

Quellen:

  • Plastic Surgery – Grabb & Smith – Lippinkott Williams & Wilkins – Philadelphia USA – 2007
  • Ästhetische Chirurgie – Lemperle, von Heimburg – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie – Krupp – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie – Berger, Hierner – Springer – Band 3: Mamma, Stamm – Berlin 2006

Bauchdeckenstraffung Düsseldorf

Je nachdem wie ausgedehnt der Hautüberschuss am Bauch ist, kann man diesen mit unterschiedlichen Formen der Bauchdeckenstraffung korrigieren. Hier werden die Basisformen beschrieben. Bei einem leichten Hautüberschuss kann es genügen, eine sog. Minibauchstraffung durchzuführen. Jedoch entscheiden sich nur wenige Patienten zu diesem Schritt. Weil trotz des geringen Hautüberschusses eine Narbe verbleibt, deren Länge 75 % so lang ist wie bei der klassischen Bauchdeckenstraffung.

Wie wird eine Minibauchstraffung gemacht?

Bei der Minibauchstraffung wird die Haut nur im Bereich des Unterbauches reduziert. Um den Defekt wieder schließen zu können, muss Haut und Fettgewebe bis zum Bauchnabel so abgelöst werden, dass sich diese Schicht über die Bauchmuskulatur verschieben lässt. Der Bauchnabel wird nicht versetzt. Einen Straffungseffekt hat man hier nur im Bereich des Unterbauches bis zum Nabel. Besteht auch eine Erschlaffung im Bereich des Oberbauches, so muss eine klassische Abdominoplastik erfolgen. Eine Rektusdiastase kann man nur zum Teil reduzieren, da man im Bereich des Oberbauches diese nicht vernähen kann.

Im Grunde genommen ändert sich bei der Bauchstraffung, was die Nachbehandlung und die Vorbehandlung angeht, nichts Wesentliches, da die Wundheilung genauso lange dauert wie bei der klassischen Bauchdeckenstraffung. Da der operative Aufwand allerdings geringer ist ebenso wie die Narkosezeit, kann man von geringeren Kosten ausgehen.

Was ist bei der klassischen Bauchdeckenstraffung anders?

Die klassische Bauchdeckenstraffung ist die häufigste Straffung am Bauch. Auch wenn die entstehende Narbe nicht wesentlich länger ist als bei der Minibauchstraffung, so sind die Möglichkeiten der Hautstraffung deutlich besser. Mann kann meist Haut entfernen bis zum Bauchnabel hin – manchmal auch etwas mehr. Die Haut muss dann bis an den Rippenbogen mobilisiert werden, um die Haut des Oberabauches mit straffen und über den gesamten Defekt bis über den Venushügel ziehen zu können. Auch was die Korrektur einer bestehenden Rektusdiastase angeht, ist die Situation besser. Die Rektusdiastase kann vom Venushügel bis hin zum Rippenbogen versorgt werden. Bei der klassischen Bauchdeckenstraffung wird der Nabel versetzt. Das heißt, er wird umschnitten und in die darüber gezogene Haut eingenäht. Meistens gelingt dieses so, dass kaum eine sichtbare Narbe am Bauchnabel verbleibt.

Quellen:

  • Plastic Surgery – Grabb & Smith – Lippinkott Williams & Wilkins – Philadelphia USA – 2007
  • Ästhetische Chirurgie – Lemperle, von Heimburg – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie – Krupp – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie – Berger, Hierner – Springer – Band 3: Mamma, Stamm – Berlin 2006

bauchstraffung - kosten der Bauchdeckenstraffung

Die Kosten einer Bauchstraffung in Deutschland sind variabel. Sie hängen von folgenden Faktoren ab:

  1. der Ausdehnung der Operation
  2. der Länge des Klinikaufenthaltes
  3. der Narkose-Kosten
  4. schließlich natürlich vom Operateur

Kosten einer kleinen Bauchstraffung | Miniabdominoplastik

Bei der Miniabdominoplastik (= kleine Bauchdeckenstraffung) erfolgt die Straffung in kleinem Rahmen. Der Haut-Fett-Lappen wird nur bis zum Nabel präpariert, der nicht versetzt werden muss. Die Kosten der Miniabdominoplastik belaufen sich auf ca. 3000 – 4000 Euro. Hinzu kommt das Narkosehonorar von ca. 300 – 900 Euro. In manchen Kliniken kommen hier noch die Kosten für den Krankenhausaufenthalt hinzu: 100 – 350 € pro Tag.

Kosten einer üblichen Bauchstraffung

Die normale Bauchstraffung ist deutlich aufwendiger als deren kleine Variante. Die Bauchdecke wird bis zum Rippenbogen mobilisiert und der Bauchnabel versetzt. Hier muss man auf die oben genannten Kosten für die Operation ca. 1000 – 2000 € mehr kalkulieren. Die anderen Kosten bleiben, wie beschrieben. Für die große Straffung, bei der in der Mittellinie ein weiterer vertikaler Hautschnitt angesetzt werden muss, werden bei den meisten Operateuren keine zusätzlichen Kosten berechnet.

Für weitere Details und genauere Kosten fragen Sie bitte Ihren Plastischen Chirurgen.

  • Ist eine Kostenübernahme für eine Bauchdeckenstraffung möglich?
    Eine Kostenübernahme gewähren die Krankenkassen für eine Bauchdeckenstraffung immer seltener. Eine Chance besteht jedoch bei Extremfällen mit Krankheitswert, ähnlich wie bei der Brustverkleinerung. Weitere Infos im Beitrag Kostenübernahme für eine Bauchstraffung.
  • Die Kombination mit der Fettabsaugung:
    Nicht selten wird die Bauchdeckenstraffung mit einer Fettabsaugung kombiniert. Am häufigsten werden dabei die Hüften reduziert um die Taillenbildung zu verstärken.