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Schweißdrüsenabsaugung | Schweißdrüsen absaugen

Die Schweißdrüsenabsaugung ist im Allgemeinen nur ein Teil der Lipokürettage, die auch Saugkürettage genannt wird. Mehr Infos zur Saugkürettage finden Sie unter Schweißdrüsenentfernung.

Bei welcher Art der Hyperhidrosis kann man eine Schweißdrüsenabsaugung empfehlen?

Es gibt eine große Anzahl an Menschen, die unter vermehrtem Schwitzen, in der Medizin Hyperhidrosis genannt, leiden. Internistisch- endokrinologische (hormonelle) Ursachen müssen vor einer Behandlung ausgeschlossen werden. Handelt es sich nicht um ein allgemeines Schwitzen des gesamten Körpers, so ist von einer Hyperhidrosis axillaris, also vermehrten Achselschweißbildung der Achseln auszugehen. Diese tritt familiär gehäuft auf und kann durch eine Schweißdrüsenabsaugung gemildert werden.

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Wie wird die Schweißdrüsenabsaugung durchgeführt?

Die Schweißdrüsenabsaugung erfolgt in den meisten Fällen im sogenannten Dämmerschlaf (Sedierung) mit örtlicher Betäubung. Im Prinzip ist die Op aber auch nur in örtlicher Betäubung durchführbar. Da die Tumeszenzlösung, die das Betäubungsmittel und Kochsalz enthält eine Weile einwirken muss, dauert eine Schweißdrüsenabsaugung ungefähr 60-90 Minuten.

Die Schweißdrüsenabsaugung ist, wie schon erwähnt in der Regel ein Teil der Saugkürettage. Die Operation beginnt wie es beim Fettabsaugen üblich ist. Zunächst wird eine sog. Tumeszenzlösung injiziert, die unter anderem das Betäubungsmittel enthält. Diese sollte ca. 20-30 Minuten einwirken, damit die Schweißdrüsen-Zellen aufquellen und eine adäquate Schmerzstillung erreicht ist. Es wird ein ca. 5mm großer Schnitt in der Achselfalte gesetzt über den die Kanülen für die Absaugung eingeführt werden. Nun wird die Schweißdrüsenabsaugung, wie eine Fettabsaugung durchgeführt, nur dass das gewonnene Gewebe reichlich Schweißdrüsen-Bestandteile enthält. In der Tiefe liegende Gefäße und Nerven sollten bei der Op nicht verletzt werden.

Saugkürettage

Was muss nach dem Absaugen der Schweißdrüsen beachtet werden?

Insgesamt ist der Heilungsverlauf bei der Schweißdrüsenabsaugung schneller, da die Kürettage entfällt.

Nach der Schweißdrüsenabsaugung werden die kleinen Schnitte locker vernäht, damit Wundwasser welches sich nach der Op sammelt, entweichen kann. Ein Druckverband soll die Schwellung, Blutergußbildung, und die Wundwasseransammlung verringert. Für 7 Tage nach der Schweißdrüsenabsaugung sollte, um eine bessere Wundheilung zu gewährleisten, die Bewegung im Bereich der Schulter und die Abspreizung der Arme vermieden werden. Danach kann man mit vorsichtigen Bewegungsübungen beginnen. Stellt man zu lange ruhig, kommt es aber zur Schultersteife.

Kann es zueiner Hautgefühlseinschränkung an der Oberarminnenseite kommen?
Wenngleich die Schweißdrüsenabsaugung weniger aggressiv ist als die Saugkürettage, so kann es auch hier zur Irritation von Hautnerven kommen. Meist ist der Nervus intercostobrachialis betroffen, der vom Brustkorb durch die Achsel in den Oberarm zieht. Dies kann eine Gefühlsminderung an der Oberarminnenseite bedeuten. Sie bildete sich meist innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen zurück.

Kann eine erneute Schweißbildung nach der Schweißdrüsenabsaugung verbleiben?

Die Schweißdrüsen sind sehr widerstandsfähig. Selbst nach einer aggressiven Schweißdrüsenabsaugung können sich Schweißdrüsen regenerieren und können eine erneute Achselschweißbildung zur Folge haben. Ziel der Behandlung kann es kaum sein die Achselhöhlen komplett trocken zu legen. Vielmehr ist eine deutliche Reduktion der Achselschweißbildung realistisch.

Falls die Schweißdrüsenabsaugung zu wenig radikal durchgeführt wurde und die Achselschweißbildung noch deutlich vermehrt ist, kann die Operation ohne weiteres wiederholt werden.