Fettabsaugung in Düsseldorf

Die Anfänge der Fettabsaugung liegen in den 70er-Jahren. Es wurden von Schrudde erste Versuche mit einer gynäkologischen Kürette unternommen, das Fettgewebe unter der Haut auszudünnen. Mit dem heutigen Fettabsaugen hatte dieses noch wenig zu tun. Es traten diverse Probleme auf, so dass sich das Prinzip zunächst nicht etablieren konnte. Mit der Tumeszenztechnik und der Benutzung von speziellen Kanülen trat die Fettabsaugung dann in den 80-iger Jahren mehr und mehr in den Vordergrund. Heute zählt die Liposuktion zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in der plastischen Chirurgie.

Es gibt verschiedene Techniken:

  • Die PAL (power-assisted-liposuction)-Technik gehört zu den neueren Varianten und bezeichnet die vibrations-assistierte Methode.
  • Unter SAL (suction-assisted-liposuction) versteht man die saugungs-assistierte Fettabsaugung.
  • Die UAL ist eine Ultraschall-assistierte Technik.
  • Zu einer der ältesten Methoden gehört die Fettabsaugung mit dem Tulip-System.
  • Wasserstrahlassistierte Methode
  • Laserassistierte Methode
  • Die Kryolipolyse ist keine Methode der Liposuktion.

Die hier kurz vorgestellten Methoden werden weiter unten näher beschrieben.

Jetzt Termin vereinbaren

YUVEO KLINIK

Kaiserswerther Str. 119
40474 Düsseldorf

info@YUVEO.de
T 0211 24790940
F 0211 24790949
Mo-Fr 10.00-18.00 Uhr

Welche Zonen können bearbeitet werden?

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick zu den Zonen, in denen eine Liposuktion durchgeführt werden kann. Jede dieser Regionen beherbergt verschiedene Vor- und Nachteile in Bezug auf die Gewebe- und Hautbeschaffenheit. Das Risiko des Entstehens einer Hauterschlaffung, von Unebenheiten oder Verhärtungen ist beim Fettabsaugen von Areal zu Areal und auch von Frau zu Mann und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Dieses kann von Ihrem Operateur eingeschätzt werden und sollte in Abhängigkeit von der abzusaugenden Menge und von der Bereitschaft der Patienten, gerade bei großen Liposuktionen eine anschließende Hautstraffung durchzuführen, diskutiert werden.

Im Folgenden finden Sie eine kurze Auflistung der behandelbaren Zonen des Körpers, die einer Liposuktion zugänglich sind. Nicht immer macht diese allerdings Sinn. Hier können Sie,falls vorhanden, die weiterführenden Informationen zu den entsprechenden Themen lesen.

  1. Achselfett absaugen
  2. Arme
  3. Banane bzw. Bananenfalte
  4. Bauch
  5. Beine
  6. Brust
  7. Doppelkinn
  8. Eigenfettunterspritzung: Auch nach einer zu aggressiven Eigenfettunterspritzung kann es nötig sein Fett abzusaugen. Die Zonen sind höchst unterschiedlich, da abhängig von den zuvor unterspritzten Bereichen.

Die Fettabsaugung bzw. Liposuktion (engl. Liposuction) ist ein bewährtes und etabliertes Verfahren der Fettgewebsreduktion.

Die meisten Menschen finden am eigenen Körper Problemzonen. Sehr häufig handelt es sich dabei um Fettpolster an typischen Stellen, die sich gegenüber Diäten und Sport als ausgesprochen hartnäckig erweisen können. Daher führen sie häufig zu dem Wunsch einer Fettabsaugung. Bei Frauen treten diese Fettpolster typischerweise an den Oberschenkelaußenseiten als Reiterhosen auf. Auch die Knieinnenseiten und Oberschenkelinnenseiten sind des Öfteren betroffen. Bei Männern sind gehäuft die Hüftregionen beeinträchtigt, die Neudeutsch als „Love Handles“ bezeichnet werden. Ein großer Leidensdruck geht bei Männern von der Fettansammlung im Bereich der Brust aus, der Gynäkomastie, die das männliche Erscheinungsbild stark beeinträchtigt. Durch Fettabsaugen kann man in vielen Fällen das Erscheinungsbild normalisieren und somit die Ästhetik der Proportionen optimieren.

Die Fettabsaugung kann abhängig von der geschätzten Absaugmenge in örtlicher Betäubung mit oder ohne Dämmerschlaf durchgeführt werden. Bei größeren Mengen, sollte ernsthaft über eine Vollnarkose nachgedacht werden, die sowohl für die Patienten als auch für den Operateur von Vorteil sein kann. Beim Fettabsaugen großer Volumina (<4 l) oder bei bestimmten Nebenerkrankungen ist ein kurzer stationärer Aufenthalt sinnvoll. Die zu kalkulierende Operationszeit reicht von 45 Minuten bis zu ca. 3 Stunden.

Vor der Fettabsaugung markiert der Operateur im Stehen die zu bearbeitenden Regionen. Im Bereich des Bauches ist ein Abtasten der Bauchwand nach Hernien (Nabelbruch, Leistenbruch, …) ratsam, um eine Verletzung eines solchen Bruches, welcher auch Darm enthalten kann, zu vermeiden. Im Operationssaal wird eine spezielle Kochsalzlösung, Tumeszenzlösung genannt, in die markierten Bereiche eingespritzt (infiltriert). Es gilt, die Einstichstellen in unauffällige Bereiche zu legen und nur so groß zu wählen, dass die benutzten Kanülen gerade so passieren können. Bei einer Mega-Fettabsaugung kann es sich um Flüssigkeitsmengen von über 5 Litern handeln. Ist die Lösung nicht vorgewärmt, ist eine massive Auskühlung des Patient möglich. Die Kochsalzlösung enthält in der Regel ein bis zwei Mittel gegen Schmerzen und eine Substanz, die dazu führt, dass sich die kleinen Gefäße zusammenziehen, wodurch das Blutungsrisiko gesenkt wird.

Nach der Infiltration sollte die Tumeszenzlösung wenigstens 20 Minuten einwirken, um die Fettabsaugung zu erleichtern. Während dieser Zeit quellen die Fettzellen auf und werden wegen der erhöhten Spannung der Zellmembranen mechanischen Belastungen gegenüber sehr anfällig. Man kann also mit weniger mechanischer Beanspruchung mehr Fett gewinnen und schont dabei das umliegende Gewebe (Nerven, Gefäße, Bauchwand, …). Die eigentliche Fettabsaugung beginnt nach Abschluss der Einwirkungszeit.

Über die oben genannten Einstichstellen wird nun durch gleichmäßige Bewegungen mit speziellen Kanülen für die Fettabsaugung das leidige Fett gewonnen. Das geschieht über ein Saugsystem, das kontinuierlich Unterdruck aufbaut. Die Kanülen gibt es in verschiedenen Längen und Breiten. Die Öffnungen an der Kanülenspitze sind ebenfalls unterschiedlich groß und in der Form variabel. Der Operateur muss die Kanülen entsprechend des zu bearbeitenden Bereiches auswählen.

Moderne Systeme wie das PAL (vibrationsassistierte Fettabsaugung) gestalten den Vorgang der Fettabsaugung mit Hilfe von vibrierenden Kanülen effektiver und sind schonender.

Fettabsaugen an der VorderseiteBereiche der Liposuktion hinten
Auf der Abbildung sehen Sie die bei der Fettabsaugung am häufigsten behandelten Bereiche.

Die SAL ist eine saugungsassistierte Liposuktion.

Die SAL – saugungs-assistierte Fettabsaugung – ist das heute gängige Verfahren, welches oben beschrieben wurde. Operateure, die häufig Fettabsaugungen durchführen, bedienen sich in der Regel zwar teurer aber verbesserter, assistierter Systeme wie der PAL (Vibrationsassistenz) oder der UAL (Ultraschalassistenz).

Das Tulip-System ist das kostengünstigste.

Das Tulip-System ist das einfachste und kostengünstigste aller Gerätschaften zur Fettabsaugung. Es besteht aus einer 50 ml großen Spritze, einer „Feder“ und natürlich einer Auswahl von Kanülen. Zunächst wird, wie oben beschrieben, die Tumeszenzlösung infiltriert. Die gewünschte Kanüle wird dann auf die Spritze geschraubt. Sobald die Kanüle über den kleinen Hautschnitt in das Unterhautfettgewebe vorgeschoben wird, kann durch das Aufziehen der Spritze Unterdruck aufgebaut werden, indem die Spritzenstellung mit der Feder fixiert wird. Es ist also kein Gerät bei der Fettabsaugung notwendig, welches einen kontinuierlichen Sog aufbaut. Der Materialaufwand ist zwar gering, jedoch kann man mit dieser Technik nur kleine Flächen bearbeiten. Größere Flächen bedürfen eines enormen Zeitaufwandes. Auch ist diese Technik im Vergleich zu anderen traumatischer. Zudem muss der Operateur bei der Fettabsaugung von sehr kleinen Bereichen ständig aufpassen, dass die Kanüle bzw. Spritze in der Nähe des Hautschnittes keine Luft zieht und somit das Vakuum in der Spritze verloren geht.

Die UAL ist eine Fettabsaugung mit Ultraschall.

In den 90er-Jahren wurde ein System zur Fettabsaugung mehr und mehr populär, welches mit Hilfe von Ultraschallwellen eine Erleichterung und Verbesserung versprach. Die vom System produzierten Ultraschallwellen werden über ein besonderes Handstück und schließlich über die Kanülen abgegeben. Die durch die Tumeszenzlösung aufgequollenen Fettzellen lassen sich mittels Ultraschall noch leichter zerstören und sind leichter abzusaugen. Die Fettzellen zerplatzen, und es entsteht eine Fettemulsion, die über die Absaugkanüle abgesaugt wird. Dieses bedeutet also weniger Manipulation bzw. Trauma für das Unterhautfettgewebe bei größeren Absaugmengen. Allerdings wird bei dieser Form der Fettabsaugung eine nicht unerhebliche Menge Wärmeenergie produziert, die durch reichlich Kühlung (Flüssigkeit) reduziert werden soll. Die UAL darf nur in der Tumeszenztechnik Anwendung finden! Der positive Effekt der Wärme besteht darin, dass bei der Bearbeitung der Lederhaut (tiefste Hautschicht) kleinere Verbrennungen entstehen, die dazu führen, dass die Haut sich im Anschluss an die Fettabsaugung deutlich besser zusammenzieht, als das bei der herkömmlichen Liposuktion der Fall ist. Bei schlaffer Haut hat man also eine größere Chance, ohne eine spätere Hautstraffungsoperation auszukommen. Der negative Effekt der Wärmebildung liegt darin, dass in seltenen Fällen, bei größeren Absaugmengen und zu starker Bearbeitung oder ungleichmäßiger Handhabung echte Verbrennungen, auch der kompletten Hautschicht, die Folge sein können, mit entsprechender verzögerter Wundheilung und Narbenbildung.

Insgesamt ist die ultraschallassisitierte Fettabsaugung in geübter Hand ein schonendes Verfahren, mit dessen Hilfe auch bei hartnäckigen Fällen (z. B. Lipomatosen) gute Resultate erzielt werden können.

Bei der PAL handelt es sich um eine Vibrations- assistierte Fettabsaugung. Das System produziert über ein spezielles Handstück eine feine Kanülenvibration. Genau wie bei den anderen Verfahren beschrieben, findet eine Tumeszenzlösung Anwendung, bei der eine Einwirkungszeit von ca. 20 Minuten eingehalten werden sollte. Durch die Vibration wird eine ähnliche Wirkung erreicht wie mit der Ultraschall-assistierten Fettabsaugung. Die aufgequollenen Fettzellen lassen sich so leichter zerstören und mit weniger Trauma entfernen. Es muss  jedoch betont werden, dass es bei dieser Technik nicht zu dem Hitzeeffekt kommt, der bei der UAL zu Verbrennungen führen kann. Wegen dieses entscheidenden Vorteils wird die vibrations-assistierte Fettabsaugung immer beliebter. Bei der Fettabsaugung durch PAL kann ein Hautschrumpfungseffekt durch entsprechende Bearbeitung der oberflächlichen Fettschicht erreicht werden (siehe nächstes Kapitel).

Bei der Fettabsaugung muss während der Beratung besonders auf die Hautqualität eingegangen werden. Bei jungen Patienten mit guter Hautqualität (keine sonnengeschädigte Haut, keine Cellulite) ist auch bei einer großen Absaugmengen davon auszugehen, dass die Schrumpfungstendenz der Haut ebenso gut ist.

Das Fettgewebe ist an fast allen Körperstellen zweischichtig aufgebaut, was bei der Fettabsaugung berücksichtigt werden muss. Die tiefe Fettschicht mit großen Fettzellen befindet sich unter einer festen Faserschicht der Scarpa’schen Faszie. Die oberflächliche Fettschicht ist eine Ansammlung feinerer Fettzellen oberhalb der Scarpa’schen Faszie. Lange Zeit wurde in der Plastischen Chirurgie die Meinung vertreten, man dürfe die Fettabsaugung nur in der tiefen Fettschicht praktizieren, um Konturunregelmäßigkeiten mit Dellenbildung und Faltenwurf der Haut zu unterbinden. „Stay deep!“ war das Stichwort. Jedoch traten die genannten Probleme trotz dieser Bemühungen auf. Daraufhin ist man dazu übergegangen, auch die obere Fettschicht in die Fettabsaugung mit einzubeziehen die man im Gegensatz zur tiefen Schicht mit feineren Kanülen bearbeitet. Auf diese Weise kann auch eine deutliche Verbesserung der Hautschrumpfung erzielt werden.

Trotz aller Überlegungen sind bei einer stark erschlafften, älteren und sonnengeschädigten Haut, bei größeren Absaugmengen, der Hautschrumpfung deutliche Grenzen gesetzt, die sich auch durch Fettabsaugen mittels UAL und PAL nicht aus dem Weg schaffen lassen. In diesen Fällen sollte zumindest die Möglichkeit einer später notwendigen Hautstraffungsoperation diskutiert werden.

Um es schon vorweg zu nehmen: „Was abgesaugt wurde, kommt nicht wieder!“. Die Fettzellen, die durch eine Fettabsaugung zerstört bzw. entfernt wurden, kommen nicht wieder. Beim Erwachsenen können sich die Fettzellen nicht, bzw. höchstens in geringstem Maße, neubilden. Auch gibt es keinen Nachweis dafür, dass sich das Fett dafür an anderen Körperstellen vermehrt. Dass dieses doch möglich sei, ist ein Trugschluss. Bei den Betroffenen, die solche Vorgänge am eigenen Körper beobachten, handelt es sich in aller Regel um eine generelle Gewichtszunahme. Natürlich kann sich die Gewichtszunahme nicht entsprechend an den Arealen zeigen, an denen die Fettabsaugung erfolgte, da hier deutlich weniger Fettzellen vorhanden sind als vor der Operation. Die verbliebenen Fettzellen werden das Fett aber in gewohnter Weise speichern. Das bedeutet, die Proportionen bleiben nach einer Fettabsaugung erhalten. Im Falle einer Bauch-Fettabsaugung würde dies bedeuten, dass bei einer Gewichtszunahme nach der Operation der Bauch proportional kleiner bleibt.

Die Schweißdrüsenentfernung wurde zunächst mit einer der Fettabsaugung ähnlichen Technik versucht. Nach einigen Misserfolgen setzte sich mehr und mehr die Lipokürettage durch, die eine erfolgreiche Behandlung des übermäßigen Schwitzens in der Achsel erlaubt. Die Lipokürettage geht dabei einen Schritt weiter als eine bloße Schweißdrüsenabsaugung. Im Gegensatz zur Therapie mit Bttx ist die Lipokürettage keine Methode mit zeitlich begrenztem Erfolg.

Im Folgenden finden Sie spezielle Informationen in Bezug auf verschiedene Zonen der Liposuktion. Es gibt absolute Tabuzonen für eine Liposuktion, wie z. B. die Mitte des Gesäßes. Weiterhin gibt es Regionen, die sehr einfach zu bearbeiten sind, andere Bereiche sind den Spezialisten vorbehalten. Zu den letzteren Körperarealen gehören unter anderem die Wadenregion, deren Fettabsaugung nur von wenigen Plastische Chirurgen praktiziert wird. Neben den im Folgenden dargestellten Regionen finden Sie weitere Bereiche oben in der Übersicht.

  • 1. Im Bereich der Brust wird nur selten abgesaugt!
    Eine Fettabsaugung der Brust ist auch durchführbar. Sie macht allerdings nur Sinn zur Formung der Brust und nicht etwa zur Brustverkleinerung. In letzterem Fall wäre nämlich eine Erschlaffung der Brust durch den relativen Hautüberschuss zu erwarten. Die zur Achsel hin reichenden Ausläufer einer breitbasigen Brust lassen sich jedoch gut korrigieren.
  • 2. Auch die Fettabsaugung der Oberarme ist möglich.
    Die Fettansammlungen am Oberarm sind hauptsächlich am hinteren und oberen Bereich lokalisiert. Wenngleich sich dieses Fettgewebe recht gut durch Fettabsaugen bearbeiten lässt, zieht sich nach dem Eingriff die Haut nur bei guter bis sehr guter Hautqualität ausreichend zusammen. Wenn dieses nicht der Fall ist, kann im Rahmen einer Oberarmstraffung der Hautüberschuss korrigiert werden. Dieses bedeutet allerdings Narben an der Oberarminnenseite. Fettdepots, die nach einer Gewichtsreduktion entstanden sind und immer mit einem Hautüberschuss auftreten, können daher gleich durch eine Oberarmstraffung behandelt werden. Allerdings ist in manchen Fällen auch eine Kombination von Fettabsaugung und Oberarmstraffung sinnvoll.
  • 3. Die Reithosen-Liposuktion gehört zu den häufigsten Eingriffen.
    Die klassischen Fettpolster an der Oberschenkelaußenseite werden, da sie an die Hosen der Reiter erinnern, Reithosen genannt. Sie gehören zu den Hauptproblemzonen der Frau und werden mit am häufigsten einer Liposuktion unterzogen. Die Fettabsaugung in diesem Bereich ist dankbar, da der Erfolg deutlich beim Tragen engerer Röcke oder Hosen sichtbar ist. Als Banane bezeichnet man den wulstartigen Bereich in der horizontalen Gesäßfalte, der dazu führen kann, dass zwei horizontale Gesäßfalten sichtbar sind. Diese Zone kann man mit dem Ziel modellieren, eine einzige horizontale Gesäßfalte zu kreieren, was jedoch nicht immer gelingt. Eine Verbesserung des Befundes ist meist erreichbar.
  • 4. An der Oberschenkelinnenseite ist die Haut sehr dünn. Es können hier recht ausgedehnte Fettgewebsansammlungen vorhanden sein, die selbst bei schlanken Frauen zur mechanischen Beeinträchtigung führen können. Die Fettabsaugung darf nur so radikal durchgeführt werden, dass es nicht zu einem zu großen Hautüberschuss kommt. Lässt sich dieses nicht vermeiden, so ist mit einer kleinen Oberschenkelstraffung eine Korrektur durchführbar.

Komplikationen beim Fettabsaugen

Auch wenn das Fettabsaugen eine Standardoperation in der Plastischen Chirurgie ist, kann sie dennoch mit Komplikationen einhergehen. Es ist wichtig diese, wenn möglich, zu vermeiden oder zumindest rechtzeitig zu erkennen. Nur so kann man Gegenmaßnahmen einleiten.

Beim Fettabsaugen können welche speziellen Komplikationen auftreten?

Schwellungen und Verhärtungen können nach dem Fettabsaugen ein viertel Jahr lang anhalten und zählen nicht zu den Komplikationen der Fettabsaugung.

Gefühlsmissempfindungen sind in den ersten Wochen normal und verschwinden oder bessern sich in der Regel. Sie können in seltenen Fällen aber auch verbleiben.

Dellenbildungen und Asymmetrien können in einem Korrektureingriff, der meist im Dämmerschlaf durchgeführt werden kann, behoben oder vermindert werden.

Bei schlechter Hautbeschaffenheit, starkem Hautüberschuss oder mangelndem Fettabsaugen in der oberflächlichen Fettschicht, kann die Haut Falten oder Fältchen werfen. Bei deutlichem Befund kann eine Hautstraffungsoperation Abhilfe leisten, was allerdings Narben bedeutet.

Wie im Hauptbeitrag beschrieben, können beim ultraschall-assistierten Fettabsaugen selten kleinere und größere Verbrennungen entstehen.

Wundwasserergüsse (= Serome) sind beim aggressiveren ultraschall-assistierten Fettabsaugen häufiger anzutreffen. Die kleineren werden ähnlich den Blutergüssen vom Körper abgebaut. Die größeren sind manchmal punktionswürdig.

Welche allgemeinen Komplikationen gilt es zu vermeiden?

Es gibt neben den speziellen Komplikationen auch eine Reihe von allgemeinen Komplikationen, die beim Fettabsaugen auftreten können.

  • Blutung und Bluterguss
  • Thrombose und Embolie
  • Infektionen
  • Narbenbildungsstörungen, hypertrophe Narben
  • Verletzung benachbarter Strukturen

Quellen:

  • Plastic Surgery – Mathes – 8 Volumes – Saunders; Auflage: Uitgawe – 2005
  • Ästhetische Chirurgie – Lemperle, von Heimburg – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Ästhetische Chirurgie Video I: Lokalanästhesie und Oberflächliche Fettabsaugung von Gottfried Lemperle von ecomed – 2001
  • Ästhetische Chirurgie Video IV: Ultraschall-Fettabsaugung und CO2-Laserbehandlung von Gottfried Lemperle von ecomed – 2003

Nachbehandlung der Fettabsaugung

Nach der Fettabsaugung werden auf die Einstichstellen kleine Pflaster geklebt und Kompressionsware (Weste, Hose, Ärmling, o. Ä.) muss getragen werden. Manchmal werden die Einstichstellen auch mit Fäden vernäht. Dichtet man diese Stellen jedoch komplett ab, so kann das Wundwasser nicht dem Körper entweichen. Besonders in der 1. Nacht entleert sich über die kleinen Einstichstellen noch reichlich Flüssigkeit. Der Schmerzmittelbedarf ist nach der Fettabsaugung mäßig. Die meisten Patienten berichten nur über starke muskelkaterartige Schmerzen.

  • Drainagen:
    Dass bei der Fettabsaugung Drainagen zur Anwendung kommen, ist eine Ausnahme.
  • Kompression und Ruhe:
    Gerade in den ersten 24 Stunden nach dem Fettabsaugen ist es wichtig, sich ruhig zu verhalten, um Blutungen der kleinen verletzten Gefäße zu verhindern. In den ersten Tagen / Wochen sind Schwellungen und Blutergüsse (auch seitenungleich) der Haut normal. Diese werden durch das Tragen einer geeigneten, wenn nötig, maßgeschneiderten Kompressionsware reduziert.
  • Postoperative Schwellung:
    Nach der Fettabsaugung ist eine postoperative Schwellung vorhanden. Sie kann durch kleinere Blutergüsse oder Wundwasserergüsse stärker ausgeprägt sein. Auch gewisse Verhärtungen sind postoperativ normal. Diese Veränderungen verbessern sich schon in den ersten postoperativen Wochen zusehends. In dieser Phase wird Kompressionsware dringend empfohlen, die 6 Wochen lang getragen werden soll. Allerdings können auch danach noch leichte bis mäßige Schwellungen sichtbar sein.
  • Fäden:
    Fäden werden bei der Fettabsaugung zum Teil benutzt, um die Einstichstellen möglichst unauffällig verheilen zu lassen. Sie können bereits nach 5 – 7 Tagen entfernt werden.
  • Wundwasserergüsse (Serome):
    Bei der Fettabsaugung entstehen relativ große Wundflächen, auch wenn man äußerlich nur sehr kleine Einstiche sieht. Diese Wundflächen können je nach individueller Neigung Wundwasser produzieren. Meist kommt es nicht zu nennenswerten Veränderungen. Manchmal entstehen kleinere und mittelgroße Serome (= Wundwasserergüsse), die sich mit der Zeit selbst auflösen. Die größeren Wundwasserergüsse müssen manchmal mit einer Kanüle punktiert werden.
  • Duschen:
    Duschen ist nach 2 – 5 Tagen gestattet. Davor müssen die Einstichstellen trocken bleiben.
  • Hautgefühl:
    Das Hautgefühl kann nach der Fettabsaugung mittelfristig reduziert sein. Bleibende Verminderungen des Gefühlsempfindens sind eine Seltenheit.
  • Sport:
    Nach einer mittelgroßen und großen Fettabsaugung sollten Sportarten, die zu Mitbewegungen in den abgesaugten Arealen führen und/ oder anstrengend sind, 5 – 6 Wochen vermieden werden.

Wenn spezielle Regionen, wie das Gesicht, Waden, Fessel und andere ungewöhnliche Bereiche abgesaugt werden, muss die Nachbehandlung den Erfordernissen dieser Regionen angepasst werden.

Quellen:

  • Plastic Surgery – Mathes – 8 Volumes – Saunders; Auflage: Uitgawe – 2005
  • Ästhetische Chirurgie – Lemperle, von Heimburg – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Ästhetische Chirurgie Video I: Lokalanästhesie und Oberflächliche Fettabsaugung von Gottfried Lemperle von ecomed – 2001
  • Ästhetische Chirurgie Video IV: Ultraschall-Fettabsaugung und CO2-Laserbehandlung von Gottfried Lemperle von ecomed – 2003

fettabsaugung-preise

Die Preise für die Fettabsaugung können sehr unterschiedlich sein. Dabei spielen die folgenden Einflussfaktoren eine Rolle:

  1. Umfang der Fettabsaugung
  2. Dauer des Aufenthaltes in der Klinik
  3. Preise für die Narkose oder die Sedierung (Dämmerschlaf)
  4. Ihr Plastischer Chirurg

Preise für die Fettabsaugung

Die Preise für die Fettabsaugung sind auch bezüglich der Art und Weise der Berechnung teils sehr verschieden. Einige Plastische Chirurgen haben bestimmte Preise für vordefinierte Regionen, die abgesaugt werden. Andere kalkulieren mit der Fettmenge, die bei der Fettabsaugung entfernt wird.

Liste der Preise für die Fettabsaugung

Im Folgenden werden angenäherte Preise in Bezug auf die abgesaugte Menge dargestellt:

  • Fettabsaugung mini (z. B. Doppelkinn) – Die Preise reichen von ca. 1200 bis 2000 Euro.
  • Bei einer Fettabsaugung bis 1 Liter werden Preise von 2500 – 3900 Euro veranschlagt.
  • Bei 1 – 3 Liter: Mit 3000 – 5000 € kann man rechnen.
  • Fettabsaugen über 3 Liter – Die Preise liegen meistens deutlich über 3500 Euro.

Das Narkosehonorar beträgt ca. 500 – 1500 Euro. Bei einer kleinen Fettabsaugung ist eine Sedierung (Dämmerschlaf) manchmal ausreichend, die für ca. 300 – 800 € zu haben ist. Werden sehr kleine Regionen bearbeitet, genügt auch mal die örtliche Betäubung. In manchen Kliniken werden für den stationären Aufenthalt außerdem Preise von ungefähr 200 – 500 € pro Tag berechnet.

Bei sogenannten Megafettabsaugungen, die in Zusammenhang mit der Lipödemerkrankung stehen, werden bis über 10 Liter abgesaugt. Die Preise liegen inklusive Narkose bei meist deutlich über 10000 Euro. Im Allgemeinen kann man Kosten reduzieren, wenn größere Mengen in einer Sitzung entfernt werden. Ein stationärer Aufenthalt ist bei derartigen Operationen zwingend erforderlich.

Für weitere Details und genauere Preise fragen Sie bitte Ihren Plastischen Chirurgen.