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Verschiedene Methoden der Brustverkleinerung

Es gibt viele beschriebene Methoden, die sich aber auf folgende Nenner reduzieren lassen:

  • Der T- Schnitt wird im englischsprachigen Raum treffend Ankerschnitt genannt.
  • Die i- Brustreduktion kommt ohne quere Narbe in der Unterbrustfalte aus.
  • Brustverkleinerung mit periareolärer Schnittführung (eine Reduktion ist nur in geringem Maß möglich)
  • Die Brustreduktion kann in vielen Fällen mit einer innerer Fixierung (= innerer BH) durchgeführt werden.

Wie läuft die Operation ab?

Vor der Brustverkleinerung sollte das Rauchen für 2 Wochen eingestellt werden, um das Risiko für Wundheilungsstörungen zu minimieren. Der Eingriff muss in Vollnarkose durchgeführt werden und dauert ca. 2,5 – 4 Stunden. Die Schnittführung ist abhängig von der Menge des zu reduzierenden Gewebes. Es sollte je nach Ausmaß der Brustverkleinerung mindesten ein stationärer Aufenthalt von einer Nacht einkalkuliert werden.

Hier finden Sie Infos zur Frage der Kostenübernahme durch die Krankenkasse für eine Mammareduktion.

Die Brustverkleinerung ist assoziiert mit dem medizinischen Begriff Makromastie, der zu groß angelegte Brüste beschreibt. Die Makromastie gehört zu den Brustfehlbildungen.

Viele Frauen leiden unter der zu groß angelegten Brust. Sie haben oft das Gefühl, von anderen Menschen wegen ihrer Übermaße angestarrt zu werden. Dies führt häufig zu einer unbewusst verkrümmten Haltung der Brustwirbelsäule, um den Busen zu verbergen. Außerdem geben Patienten mit dem Wunsch einer Busenreduktion meist eine Reihe von Symptomen an, die das Resultat des Übergewichtes der Brüste sind. So beklagen die Patientinnen häufig Rückenschmerzen und Nackenschmerzen. Diesbezüglich verspüren ca. 80 % der Frauen direkt nach der Brustverkleinerung eine Erleichterung. Durch das Gewicht entstehen BH-Einschnürungen an den Schultern. In der Unterbrustfalte bilden sich gehäuft Mazerationen (Intertrigo) und Pilzinfektionen insbesondere im Sommer. Die durch das Gewicht verursachte Fehlhaltung kann zu Verschleißerscheinungen an der Brust- und Halswirbelsäle führen. Sportliche Aktivitäten sind kaum möglich. Das Finden einer passenden Konfektionsgröße ist eine Herausforderung.

Eine konservative Therapie ist bei großer Brust nutzlos, da durch physikalische Maßnahmen und Psychotherapie das eigentliche Problem, das hohe Gewicht der Brust, nicht beseitigt wird. Dieses kann nur durch eine Brustverkleinerung erreicht werden. Auch bei vorbestehendem Halswirbelsäulensyndrom oder Brustwirbelsäulenschmerzsyndrom kann man durch eine Brustverkleinerung das Gewicht mindern und damit auch die Beschwerden lindern und einen weiteren Verschleiß verzögern.

Bei allgemeinem Übergewicht sollte vor einer operativen Busenverkleinerung der Versuch einer Gewichtsreduktion unternommen werden, da sich bei manchen Frauen der Gewichtsverlust überdurchschnittlich an den Brüsten abzeichnen kann. Somit erübrigt sich hin und wieder nach einer Gewichtsabnahme eine Busenverkleinerung. Jedoch wird dann in vielen Fällen durch den entstandenen Hautüberschuss eine Bruststraffung gewünscht.

Die zu groß angelegte Brust beim Mann wird Gynäkomastie genannt. Hier wird die Brustverkleinerung in der Regel mittels Fettabsaugung und / oder einem kleinen Schnitt korrigiert. Nur in Extremfällen ist eine Reduktion wie bei der Frau nötig.

 

Bei der Brustreduktion wird sowohl Brustdrüsengewebe, Fettgewebe als auch Haut entfernt. Der Brustwarzenhof wird umschnitten und damit verkleinert. Weiterhin muss der Brustwarzenhof nach oben verlagert werden. Dabei gibt es zahlreiche beschriebene Techniken und Schnittführungen. Es ist nicht möglich, ohne Narben zu operieren! Man kann nur versuchen, möglichst wenige und unauffällige Narben zu hinterlassen. Die narbenarmen Verfahren haben allerdings ihre Grenzen. Die Standartprinzipien der Brustverkleinerung werden im Folgenden erläutert.

Die in der Literatur beschriebenen Verfahren zur Brustreduktion sind vielfältig. Sie unterscheiden sich teilweise nur unwesentlich voneinander. Die wesentlichen Grundtechniken lassen sich mit T-Schnitt, i-Schnitt und L-Schnitt gut beschreiben und sind in ähnlicher Weise anzuwenden wie die der Bruststraffung.

Schnittführung bei der T-Schnitt- Brustverkleinerung

Der T-Schnitt wird auch Ankerschnitt genannt:

Die Brustverkleinerung mit dem T-Schnitt ist sicherlich die am häufigsten angewendete Schnitttechnik. Die am Ende bestehende Narbe verläuft um den Brustwarzenhof herum, dann senkrecht bis in die Unterbrustfalte und hier quer in dieser Falte, also wie ein auf dem Kopf stehendes „T“. Bei dieser Technik kann sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung ausgesprochen viel Haut entfernt werden. Dadurch ist selbst bei großen und/oder erschlafften Brüsten ein gutes Endresultat ohne Hängen und ohne Falten zu erwarten.

Hell markiert ist das Hautareal, das bei dem T-Schnitt entfernt wird. 2. Der resultierende Narben-Verlauf.

Das Endergebnis ist relativ schnell sichtbar, da nicht wie bei der Brustverkleinerung mit i-Schnitt, auf die lange dauernde Narben- und Hautschrumpfung gesetzt werden muss. Die Technik ist jedoch mit einer langen Narbenstrecke verbunden. Daher sollte sie bei Frauen, die zu starker wulstiger Narbenbildung neigen (hypertrophe Narbe, Keloid), wenn möglich, nicht angewendet werden.

 i-Schnitt- BrustreduktionDer i-Schnitt ist ein narbenarmes Verfahren:

Der sog. i-Schnitt, auch Methode nach Lejour genannt, gehört zu den narbenarmen Verfahren. Die Narbe geht um den Brustwarzenhof und dann senkrecht bis in die Unterbrustfalte. Quer in der Unterbrustfalte wird nicht geschnitten. Dadurch ist der Abstand von der Brustwarze zur Unterbrustfalte und der hier befindliche Hautüberschuss aber zu groß. Daher wird die Haut in diesem Bereich vom Fettgewebe gelöst, damit sie besser schrumpfen kann. Zusätzlich wird die senkrechte Naht als Raffnaht angelegt um den Abstand der Brustwarze zur Unterbrustfalte zu verringern. Es entstehen dabei kleine Hautfältchen, die sich mit der Zeit durch Hautschrumpfung zurückbilden sollen.

1. Hell hervorgehoben ist das Hautareal, welches bei der i-Schnitt-Technik der Brustreduktion entfernt wird.

2. Der resultierende Narbenverlauf beim i-Schnitt.

Man setzt nun auf die Schrumpfungstendenz der Haut. Diese ist in jungen Jahren sicherlich gut. Auch funktioniert dieses fantastisch bei einer kleineren Brustverkleinerung oder Bruststraffung. Ist jedoch die Hautqualität nicht mehr optimal, so wird die Hautschrumpfung nicht in gewünschtem Maße stattfinden. Das gilt auch für eine größere Reduktion. In solchen Fällen sind die Fältchen im Bereich der senkrechten Narbe bleibend sichtbar. Der Abstand zwischen Brustwarze und Unterbrustfalte wird wieder größer und die Brust hängt sich durch. Folgeoperationen sind dann vorprogrammiert und können unter Inkaufnahme einer Narbe in der Unterbrustfalte zu schönen Ergebnissen führen. Bis zur Entscheidung, ob eine solche Folgeoperation nötig ist, wartet man meist 6 bis besser 12 Monate postoperativ ab. Danach wird sich der Befund nicht mehr nennenswert ändern.

Die Wahrscheinlichkeit einer Korrekturoperation lässt sich vermindern. Ist der horizontale Hautüberschuss größer als erwartet, so kann man diesen durch eine Schnitterweiterung in der Unterbrustfalte minimieren. Das Resultat ist dann ein „kleiner T-Schnitt“.

Was ist der L-Schnitt?

Der L-Schnitt ist dem i-Schnitt recht ähnlich. Um den oben beschriebenen verbleibenden Hautüberschuss in horizontaler Richtung etwas zu verringern, wird der Schnitt „L“- förmig nach außen erweitert. Häufiger wird allerdings der „kleine T-Schnitt“ eingesetzt, da man den mittigen Hautüberschuss besser damit korrigieren kann.

Die Fettabsaugung hat mit dem Ziel der Brustverkleinerung keinen Stellenwert bei der Frau. Der Grund dafür ist naheliegend. Man kann zwar das Gewicht der Brust durch die Fettabsaugung reduzieren, aber nicht den Hautmantel. Die Folge wäre eine starke Erschlaffung der Brust.

Dennoch kann die Fettabsaugung im Zusammenhang mit der Brustverkleinerung gute Dienste leisten. Große Brüste besitzen oft eine breite Basis, das heißt, Sie haben einen Ausläufer, der bis in die Achselhöhle reicht. Dieser Ausläufer wäre bei der primären Operation nur durch einen sehr langen Schnitt in der Unterbrustfalte zu korrigieren. Hier kommt die Fettabsaugung mit ins Spiel, mit deren Hilfe man den Ausläufer entweder in der primären Operation, oder sekundär (nach 6 – 12 Monaten) absaugt, um so das Volumen ohne Schnittverlängerung zu reduzieren.

Die Brustwarzenkomplexe werden bei der Brustverkleinerung und Bruststraffung etwas malträtiert. Sie werden nämlich verkleinert und nach oben verlagert. Bei nicht zu großer Verlagerung nach oben wird dieses über einen Hautstiel durchgeführt, der die Durchblutung des Brustwarzenhofes sichert. Ist dieser zu lang, abgeknickt oder wird er zu stark gequetscht, kann sich die Durchblutung gravierend verschlechtern. Der Brustwarzenhof wird blass (mangelnder Blutzufluss) oder blau (mangelnder Blutabfluss). Kann die Durchblutung nicht gebessert werden, ist ein Absterben meist nur eines Teils des Brustwarzenkomplexes möglich. Das bedeutet einen verlängerten Heilungsverlauf, der von der Menge des abgestorbenen Gewebes abhängt. Dieses ist heute jedoch selbst bei einer größeren Brustverkleinerung äußerst selten zu erwarten.

In extremen Fällen, wenn die Brustwarze um über 10 cm angehoben werden muss, sollte auch eine mögliche Transplantation des Brustwarzenkomplexes im Beratungsgespräch Erwähnung finden. Das heißt, der Brustwarzenhof wird komplett abgetrennt und dann in sein neues Bett eingenäht. Eine Fixierung mit Druck in den ersten 5 – 7 Tagen ist lebensnotwendig für ein solches Vollhauttransplantat, damit es einwachsen kann. Ob es gelungen ist, kann man erst nach ca. 1 – 2 Wochen sehen.

Heutzutage müssen bei der Brustverkleinerung Transplantationen von Brustwarzenkomplexen nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt werden.

Vor der geplanten Busenverkleinerung sollten sich Frauen, die das 35. – 40. Lebensjahr überschritten haben, einer Mammographie unterziehen, um bei verdächtigen Befunden entsprechend reagieren zu können. Auch 12 Monate nach der Brustkorrektur ist eine Mammographie anzuraten, damit der Radiologe den Ausgangsbefund kennt und spätere Veränderungen besser vergleichen und einordnen kann. Nach dieser Operation kommt es weder zu einer Erhöhung noch zu einer Verminderung des Auftretens von Brustkrebs. Eine Krebsvorsorge ist selbstverständlich auch nach der Brustverkleinerung notwendig.

Nachbehandlung der Brustverkleinerung

  • Drainagen:
    Bei Abschluss der Busenverkleinerung werden zwei Saugdrainagen (= Redondrainage) eingelegt, die nach 1 – 5 Tagen gezogen werden können.
  • Kompression:
    Gerade in den ersten 24 Stunden nach der Brustverkleinerung ist es wichtig, sich ruhig zu verhalten, damit nicht ein kleines Gefäß, das verödet oder unterbunden wurde, wieder aufspringt. Durch eine Kompressionsbandage für eine Nacht kann man das Risiko zusätzlich minimieren.
  • Duschen:
    Bei Verwendung eines wasserdichten Verbandes kann man kurz nach dem Ziehen der Drainagen vorsichtig Duschen. Davor muss der Verband trocken bleiben.
  • Fäden:
    Selbstauflösende Fäden müssen nicht gezogen werden. Nicht selbstauflösende Fäden werden nach 10 – 14 Tagen entfernt.
  • BH:
    Der BH wird in der Regel für 4 – 6 Wochen empfohlen.
  • Neuentstehung von Brustdrüsengewebe:
    Die sehr seltene Neuentstehung von Brustdrüsengewebe nach einer Brustverkleinerung ist in der Literatur beschrieben. Sie tritt überwiegend bei jungen Frauen auf oder hormonell bedingt in Folge von Schwangerschaften.
  • Sport:
    Nach einer Brustverkleinerung sollte in der Regel für 6 Wochen Sport vermieden werden. Dieses betrifft insbesondere Sportarten, bei denen eine starke Mitbewegung des Schultergürtels und des Brustkorbes zu erwarten ist. Leichtere Sportarten dürfen bereits 1 – 2 Wochen früher ausgeübt werden.
  • Bauchschlafen:
    Auf dem Bauch schlafen ist erst ab der 7. Woche nach einer Busenverkleinerung gestattet. In den ersten Wochen können beim Bauchschlafen durch die erhöhte Spannung Nähte aufgehen. Später können die frischen Narben noch überdehnt werden, was nach kompletter Heilung breitere Narben bedeuten kann.

Quellen:

  • Plastic Surgery – Mathes – 8 Volumes – Saunders; Auflage: Uitgawe – 2005
  • Plastic Surgery – Grabb & Smith – Lippinkott Williams & Wilkins – Philadelphia USA – 2007
  • Plastische Chirurgie – Krupp – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Ästhetische Chirurgie – Lemperle, von Heimburg – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie – Berger, Hierner – Springer – Band 3: Mamma, Stamm – Berlin 2006

Komplikationen der BrustverkleinerungKann eine Brusterschlaffung nach der Brustverkleinerung auftreten?

Auch nach der Brustverkleinerung ist die Brust dem natürlichen Alterungsprozess ausgesetzt und wird mit der Zeit schlaffer. Da das Gewicht, welches auf der Haut lastet, aber reduziert wurde, tritt die Brusterschlaffung deutlich später und langsamer auf, als dieses ohne Brustverkleinerung der Fall gewesen wäre.  Von besonderer Wichtigkeit ist es, dass man versucht, größerer Gewichtsschwankungen zu vermeiden. Durch die Gewichtszunahme wird die Haut wieder überdehnt und kann bei einer erneuten Abnahme eine Erschlaffung zur Folge haben, die das Ergebnis der zuvor durchgeführten Brustverkleinerung schmälert.

Welche Komplikationen sind bei einer Brustverkleinerung möglich?

Ihr Plastischer Chirurg sollte Sie ausführlich über Komplikationen und deren Warnzeichen aufklären, um diese vermeiden, rechtzeitig erkennen und suffizient behandeln zu können, damit Schlimmeres verhindert werden kann.
Im Folgenden werden die wichtigsten Komplikationen kurz beschrieben, welche bei der Brustverkleinerung auftreten können:

  • Postoperative Schwellung:
    Nach der Brustverkleinerung ist eine postoperative Schwellung (auch seitenungleich) normal. Sie kann durch kleinere Blutergüsse oder Wundwasserergüsse stärker ausgeprägt sein. Auch gewisse Verhärtungen sind postoperativ normal. Diese Veränderungen verbessern sich schon in den ersten postoperativen Wochen.
  • Blutergüsse:
    Bei der Brustverkleinerung entstehen größere Wundflächen. Daher ist es besonders wichtig eine akkurate Blutstillung durchzuführen. Mit anschließender Kompression und der Einlage von Drainagen sind größere Blutergüsse bei Patienten ohne Gerinnungsstörungen selten. Kleinere Hämatome kann der Körper selbst abbauen, größere bedürfen ggf. einer operativen Entfernung.
  • Blutungen:
    Diese lassen sich in der Regel durch sorgfältige Blutstillung und abschließende Kompression vermeiden. Es gelten die unter Blutergüsse beschriebenen Dinge. Auch durch ein sehr frühzeitiges Ziehen der Drainagen nach der Brustverkleinerung können verklebte Gefäße aufgehen und erneut bluten. Wichtig ist, vor der Operation alle Blutverdünner rechtzeitig abzusetzen, um nicht das Blutungsrisiko unnötig zu erhöhen.
  • Narbenbildungsstörungen nach der Brustverkleinerung:
    Sogenannte hypertrophe Narben (oder im schlimmeren Falle Keloide) können bei Menschen mit entsprechender vererbter Störung gelegentlich auftreten. Diese sind dann mit speziellen Salben und ggf. Kortisoninjektionen u. a. mehr oder weniger behandelbar. Wenn eine Störung der Narbenbildung bekannt ist, muss je nach Schweregrad ernsthaft überlegt werden, ob eine Brustverkleinerung überhaupt durchgeführt werden soll.
  • Infektionen:
    Das Risiko für Infektionen sollte durch hochsteriles Arbeiten und ggf. einer Antibiotikaprophylaxe reduziert werden. Wenn sich intraoperativ Zysten zeigen, gilt dieses in besonderem Maße.
  • ‚Dog-Ears‘ zu Deutsch Hundeöhrchen:
    An den beiden Enden der horizontalen Schnittflächen entsteht ein Hautüberschuss. Je extremer der Befund ist, desto ausgedehnter wird die Brustverkleinerung ausfallen und umso stärker ist schließlich der Hautüberschuss. Da dieser kleinen Hundeöhrchen ähnelt, werden sie ‚Dog-Ears‘ genannt. Diese kann man durch bestimmte Nahttechniken reduzieren. Man setzt darauf, dass sie innerhalb von 3 – 6 Monaten schrumpfen und am Ende nicht mehr sichtbar sind. Kommt der gewünschte Schrumpfungseffekt nicht ausreichend zum Tragen, dann kann man eine kleine Korrektur in örtlicher Betäubung vornehmen.
  • Hautgefühl in den Brustwarzen nach der Brustverkleinerung:
    Eine Verschlechterung oder die Taubheit der Brustwarzen müssen nach der Brustverkleinerung erwartet werden, zumal die zuführenden kleinen Hautnerven zum größten Teil durchtrennt werden. Dennoch ist bei vielen Patienten das Gefühl in der Brustwarze postoperativ noch erstaunlich gut. Es gibt aber auch die Möglichkeit einer kompletten Taubheit nach der Brustverkleinerung. Dieses gilt insbesondere bei Befunden, bei denen die Brustwarzen um über 10 cm angehoben werden müssen.
  • Die „Kummerecke“:
    Ähnlich wie bei der Bruststraffung und Bauchstraffung beschrieben, gibt es auch bei der Brustverkleinerung sog. ‚Kummerecken‘. Diese beziehen sich auf die Stelle in der Unterbrustfalte, an der sich der vertikale und horizontale Schnitt bei der T-Schnitt- Brustverkleinerung treffen. Hier ist die Durchblutung vermindert durch die Tatsache, dass drei Hautläppchen aufeinander treffen und zusätzlich mehr Spannung auf der Naht liegt. Daher sind Wundheilungsverzögerungen hier häufiger anzutreffen. Auch kann die Narbe breiter werden, als an anderen Stellen der Naht. Eine kleine Narbenkorrektur kann man nach ca. 6 Monaten in örtlicher Betäubung planen, wenn die Narben ausgereift sind.
  • Aufreißen der Wunde / Naht:
    Bei zu viel Spannung und zu viel Bewegung des Brustkorbes kann die Naht überstrapaziert werden und reißen. Daher sollte man insbesondere in der ersten Woche nach der Brustverkleinerung die Bewegung in Schultern und Armen reduzieren. Insbesondere Überkopfbewegungen der Arme sind mehrere Wochen lang zu vermeiden.
  • Absterben von Gewebe:
    Insbesondere bei starken Rauchern und bei extremen Brustmaßen ist es möglich, dass die Durchblutung der Brustwarzen nicht ausreicht, um diese zu versorgen. Es können dann Teile oder sogar die ganze Brustwarze absterben. Allerdings kann man während der Operation die Durchblutungssituation einschätzen. Wenn dies nicht ausreicht würde man sich für eine Transplantation der Brustwarzen bzw. Brustwarzenhöfe entscheiden. Diese wachsen in der überwiegenden Zahl ein. Allerdings ist dann das Hautgefühl komplett gestört, d. h. die Brustwarzen bleiben taub. Um die Durchblutung nicht noch zusätzlich zu gefährden ist es wichtig, vor und nach der Brustverkleinerung auf Zigaretten zu verzichten.
  • Wundwasserergüsse = Serome:
    Bei der Brustverkleinerung entstehen relativ große Wundflächen, die je nach individueller Neigung Wundwasser produzieren können. Meist kommt es nicht zu nennenswerten Veränderungen. Manchmal entstehen kleinere und mittelgroße Serome, die sich mit der Zeit selbst auflösen. Die größeren Wundwasserergüsse müssen manchmal mit einer Kanüle punktiert werden.
  • Kosmetisch unbefriedigendes Ergebnis:
    Im Rahmen eines effektiven Beratungsgespräches sollten die Erwartungen des Patienten und das mögliche operative Ergebnis in Einklang gebracht werden, um Enttäuschungen zu vermeiden. Bei Asymmetrien, suboptimaler Narbenheilung, u. a. kann durch eine Korrekturoperation Abhilfe geschaffen werden.
  • Thrombose und Embolie nach der Brustverkleinerung:
    Eine Thrombose-Prophylaxe mit Heparin und Stützstrümpfen ist anzuraten.
  • Auf das Risiko der Narkose / Betäubung wird hier nicht eingegangen.

Quellen:

  • Plastic Surgery – Mathes – 8 Volumes – Saunders; Auflage: Uitgawe – 2005
  • Plastic Surgery – Grabb & Smith – Lippinkott Williams & Wilkins – Philadelphia USA – 2007
  • Plastische Chirurgie – Krupp – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Ästhetische Chirurgie – Lemperle, von Heimburg – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie – Berger, Hierner – Springer – Band 3: Mamma, Stamm – Berlin 2006

brustverkleinerung-kosten

Die Kosten einer Brustverkleinerung sind variabel. Sie hängen von folgenden Faktoren ab:

  1. Umfang der Operation
  2. Länge des Klinikaufenthaltes
  3. Narkose-Kosten
  4. schließlich auch vom Operateur

Welche Kosten entstehen bei der Brustverkleinerung?

Bei einer normalen Brustverkleinerung müssen Sie mit Kosten zwischen 3000 € und 5000 € rechnen. Hinzu kommt das Narkosehonorar von ca. 300 – 900 Euro. In manchen Kliniken kommen hier noch die Kosten für den Krankenhausaufenthalt hinzu: 100 – 350 € pro Tag. Bei einer mittelgroßen oder großen Brustverkleinerung sollte man ein bis wenige Tage Klinikaufenthalt einplanen. Bei extremen Maßen (Gigantomastie) können die Kosten für die Brustverkleinerung wegen des erhöhten Aufwandes auch höher sein.

Für weitere Details und genauere Kosten fragen Sie bitte Ihren Plastischen Chirurgen.

 

brustverkleinerung-kostenuebernahme

Die Kosten für eine Brustreduktion sind relativ hoch, da die Operation 2,5 bis sogar 4 oder 5 Stunden dauern kann je nach Ausmaß des Befundes und mit einem stationären Aufenthalt verbunden ist. So ist es nicht verwunderlich, dass die unter der Makromastie leidenden Patienten eine Kostenübernahme für diese Erkrankung von Ihrer Krankenkasse fordern.

Bis zum Ende der neunziger Jahre war es bei gewissen Voraussetzungen nicht schwer, für die operative Brustverkleinerung, bei entsprechenden Ausmaßen und Beschwerden, eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu erlangen. Ein Reduktionsgewicht von ca. 500 g pro Seite, eine Verkleinerung um 2 BH- Größen und entsprechende Beschwerden erleichterten dieses. Im Rahmen der Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen ist eine Kostenübernahme bei mittelgroßen Brüsten heute eher zur Seltenheit geworden. Die Brustverkleinerung bei sehr großen Brüsten trägt aber nach wie vor die Krankenkasse – aber wann?

Um von einer Brustfehlbildung oder Erkrankung zu sprechen, muss ein deutliches Missverhältnis zwischen der Körperstatur und der Brustgröße bestehen. Dieses kann bereits ohne gängige Beschwerden zu einer seelischen Erkrankung führen, da sich viele Frauen von den Blicken einiger Männer diskriminiert und belästigt fühlen. Ist man wegen dieser Gründe und wegen einer daraus resultierenden Depression in psychologischer Behandlung, so ist von einer Erkrankung im Sinne der Krankenkasse zu sprechen, so dass eine Kostenübernahme erfolgen müsste.

Eine Kostenübernahme für die Brustverkleinerung durch die Krankenkasse wird in der Regel dann erfolgen, wenn neben den oben beschriebenen Faktoren eindeutige Symptome der Makromastie bestehen. Dazu gehören:

  • BH- Einschnürungen an den Schultern
  • Statische Beschwerden in Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule, die vom Orthopäden therapiert werden.
  • Mazeration und ggf. Pilzinfektionen in der Unterbrustfalte werden vom Dermatologen behandelt.

Generell gilt, die Krankenkasse übernimmt die Kosten bei Erkrankungen und Fehlbildungen, aber nicht für kosmetische Eingriffe! Die Diagnose Makromastie (krankhaft zu groß angelegte Brust) zählt zu den Fehlbildungen der weiblichen Brust. Die extreme Form wird Gigantomastie genannt. Die Entscheidung ab wann von einer Makromastie zu sprechen ist liegt im Ermessensspielraum der Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse.

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