Yuveo Klinik

Fadentechnik bei der Ohranlegung

FadentechnikFadenmethode nach Merck (2000)

Ähnlich wie bei Fritsch werden bei der Fadenmethode nach Merck über Einstiche von vorne und hinten Matratzennähte mit Gore-Tex-Fäden gesetzt. Der Knorpel wird nicht bearbeitet, sondern mit den Fäden fixiert. Dr. Merck führt seine Eingriffe meist in örtlicher Betäubung durch und lässt die Patienten am OP-Tisch mitentscheiden, wie stark das Ohr angelegt werden soll. Gelegentlich werden auch bei der Fadenmethode nach Merck auf der Ohrrückseite feine Fäden zum Hautverschluss an den Einstichstellen verwendet. Diese sind jedoch selbstauflösend. Nach dem Anlegen der Ohren wird kein Verband angelegt, aber für 4 Wochen ein Stirnband zur Nacht empfohlen. Ein Antibiotikum wird für drei Tage gegeben.

Wie funktioniert die Fadenmethode nach Fritsch?

(1995) Bei der Fadenmethode nach Fritsch werden über kleine Einstiche Matratzennähte platziert, um die Anthelixfalte zu formen. Über separate Einstiche wird auch eine Ohrmuscheldrehung (Concharotation) erreicht. Fritsch bezeichnet seine 1995 veröffentlichte Technik als schnittlose Otoplastik.

Die Fadentechnik nach Veccione mit Matratzennähten.

(1979) Bei dieser Falttechnik bzw. Fadentechnik wird der Knorpel mit Hilfe einer gebogenen Kanüle geschwächt, so dass praktisch keine Hautschnitte, sondern nur Einstiche vorhanden sind. Eine Hautnaht entfällt daher beim Anlegen der Ohren mit dieser Fadenmethode vollständig.

Die Fadenmethode nach Kaye ist die älteste Variante.

(1967) Kaye war der Erste, der eine minimal invasive Methode zum Anlegen der Ohren veröffentlichte. Es handelt sich also gewissermaßen um die erste Beschreibung der sogenannten Fadenmethode.

Seine Technik kann wie folgt beschrieben werden: Am hinteren unteren Ende der Ohrmuschel wird geschlitzt, um von hier aus durch die Ritz-Methode (Stenström 1963) den Ohr-Knorpel zu schwächen. Über mehrere Stiche werden Fäden nun so verknotet, dass sie die Anthelixfalte bilden und Ihre Knoten unter der Haut verschwinden.

Quellen:

  1. Ohranlegung ohne Schnitt: Incisionless otoplasty.- Fritsch MH. – Laryngoscope. 1995 May;105(5 Pt 3 Suppl 70):1-11.
  2. Minimal invasive Ohrenkorrektur: Minimally invasive otoplasty – Benedict M, Pirwitz KU. – HNO. 2005 Mar;53(3):230-7. German.
  3. Needle scoring of the anterior surface of the cartilage in otoplasty. – Vecchione TR. – Plast Reconstr Surg. 1979 Oct;64(4):568
  4. A simplified method for correcting the prominent ear. – Kaye BL. – Plast Reconstr Surg. 1967 Jul;40(1):44-8.
  5. Chirurgie der Ohrmuschel – Hilko Weerda – Thieme – 2004

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