Gesichtsimplantate

Wofür werden Gesichtsimplantate eingesetzt?

Es gibt verschiedene Veränderungen im Gesicht die dazu führen, dass Menschen in Erwägung ziehen plastisch-chirurgische Gesichtskorrekturen durchführen zu lassen. Die Gründe für solche Veränderungen können in einem Unfall liegen, durch Altersveränderungen bedingt sein oder genetischer Natur sein. Im Folgenden wird auf die Ästhetischen Korrekturen eingegangen, die mit Hilfe von Gesichtsimplantaten erfolgen können. Jedoch können diese Implantate auch bei medizinischer Indikation wie den Folgen einer Verletzung Einsatz finden.

Folgende Gesichtsimplantate gibt es:

  • Kinnimplantate zur Korrektur eines untersetzten Kinns. Der Schnitt kann innerhalb des Mundes oder unter dem Kinn gesetzt werden.
  • Wangenimplantate werden über je einem Schnitt innerhalb der Mundhöhle im Bereich des Oberkieferknochens gesetzt. Der Wangenknochen wird mit Hartsilikonimplantaten korrigiert und prominenter gemacht. Für die Wangenweichteile werden weiche Silikongelimplantate verwendet, die meist speziell angefertigt werden müssen.
  • Unterkieferimplantate dienen insbesondere bei Männern der Verbreiterung eines zu schmalen und feminin wirkenden Unterkiefers.
  • Piriformisimplantate für den Naseneingang zur Erhöhung der Mittelgesichtsprojektion
  • Orbitarandimplantate können einen Gewebeverlust unterhalb der Augen, der sich besonders im Alter oft als eine starke Impression abzeichnet korrigieren. Sie werden im Randbereiche des unteren Randes der Augenhöhle platziert.
  • Schläfenimplantate kaschieren die oft eingefallenen Schläfen im Alter. Die Schädelverschmälerung im Schläfenbereich ist oftmals jedoch angeboren. Schläfenimplantate werden über einen Schnitt im behaarten Bereich platziert.
  • Schädelimplantate (Schädelkalottenimplantate) werden nur selten nachgefragt. Die Schnittführung hängt immer von der Lokalisation und Ausdehnung des Befundes ab. Diese Gesichtsimplantate müssen in der Regel anhand eines 3D-Models angefertigt werden und sind daher sehr teuer.

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Gesichtsimplantate haben u.a. folgende Vorteile:

  1. Sie sind permanent. Nach regelrechter Einlage bei optimaler Position können diese Implantate typischer Weise ein Leben lang im Körper verbleiben. Da Sie meist aus gummiartigem Hartsilikon bestehen, können Gesichtsimplantate kaum kaputt gehen. Bei Unfällen oder starken Verletzungen können Silikongelimplantate einreißen und müssen dann ausgewechselt werden. Dieses passiert bei Hartsilikonimplantaten nicht.
  2. Es gibt verschiedene vorgefertigte Formen, was die Implantate verhältnismäßig günstig macht.
  3. Sind die Gesichtsimplantate unter der Knochenhaut eingewachsen können sie praktisch nicht verrutschen.

VOR DER GESICHTSIMPLANTAT-CHIRURGIE

Am Anfang steht die Untersuchung und ggf. eine Planung. Stellen wir fest, dass der Patientenwunsch  sinnvoll ist und machbar, so ist die Frage für welche Art der Korrektur man sich entscheidet. Hier gibt es je nach Indikation, Lokalisation und Patientenwunsch, verschiedene Optionen, die besprochen werden müssen. Das Ergebnis kann mit Hilfe von 2D oder 3D Grafikprogrammen simuliert werden. Man muss entscheiden, ob man mit vorgefertigten Standardimplantaten auskommt, oder ob man eine Sonderanfertigung veranlassen sollte. In speziellen Fällen, wie z.B. bei

Schädelkalottenlimplantaten müssen diese nach einem 3D Abbild angefertigt werden. Dieses liegt daran, dass die Deformität meist sehr individuell und asymmetrisch ist. Die Kosten für derartige Implantate sind dann allerdings sehr hoch. Für die anderen Bereiche im Gesicht genügen in den allermeisten Fällen die kostengünstigeren Standardimplantate.

Was die Betäubung für die Operation angeht ist eine Vollnarkose sicherlich die angenehmste Form, da man von der Prozedur nichts mitbekommt. Wacht man aus der Narkose auf, ist alles vorbei. Dennoch kann man diese Operationen auch im Dämmerschlaf (=Sedierung) oder gelegentlich nur in örtlicher Betäubung durchführen lassen. Die örtliche Betäubung ist aber eher etwas für hartgesottenen, denn Ruckelbewegungen, Geräusche und Gerüche, die bei dem Eingriff auftreten, bekommt man komplett mit, wenngleich das Schmerzempfinden ausgeschaltet ist.

KORREKTUREN OHNE IMPLANTATE

Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten Gesichtskonturen zu korrigieren ohne den Einsatz von Gesichtsimplantaten.

Man kann mit sogenannten Fillern eine Gesichtskonturierung herbeiführen. Am häufigsten werden hier stark vernetze Hyaluronsäuren verwendet. Deren Haltbarkeit ist allerdings begrenzt. Man kann je nach Hersteller und Vernetzungsgrad mit 1-1,5 Jahren Haltbarkeit rechnen. Anschließend muss erneut gespritzt werden um das Ergebnis aufrechtzuerhalten. Prinzipiell sind auch Filler Implantate. Diese haben aber im Falle der Hyaluronsäure einen organischen Ursprung. Denn diese ist ohnehin in unserem Körper vorhanden und macht unter anderem einen großen Anteil unseres Bindegewebes aus.

Eine weitere Form der Gesichtskonturierung ohne Implantate besteht in der Eigenfetttransplantation. Wenn Eigenfett vorhanden ist kann dieses unter anderem zur Konturierung der Gesichtsform verwendet werden. Für das Gesicht benötigt man deutlich weniger Fett als z.B. beim Brazilian butt lift Op oder der Busenvergrößerung mit Eigenfett.