Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu operativen und nichtoperativen Verfahren der  Wadenvergrößerung

Wir informieren Sie darüber, welche Formen der Wadenvergrößerung möglich sind und erläutern Ihnen unsere Vorgehensweise.

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Wadenvergrößerung mit Wadenimplantaten

Eine Wadenvergrößerung, medizinisch Wadenaugmentation genannt, wird oft von solchen Patienten in Erwägung gezogen, deren Waden im Rahmen einer Erkrankung übermäßig verschmächtigt sind (im Extremfall sog. Storchenbeine). Entsprechende Befunde können auch einseitig auftreten. Die Wadenvergrößerung aus ästhetischen Gründen gewinnt in den letzten Jahren aber immer mehr an Popularität.

Angeborene Ursachen von schmächtigen Waden (Wadenhypotrophie) sind:

  • Klumpfuß
  • spastische Lähmung
  • Spina bifida (Rückgratfehlbildung)

Die erworbene Wadenverschmächtigung hat ihre Ursache oft in folgenden Erkrankungen:

  • Kinderlähmung = Poliomyelitis
  • Knochenentzündung = Osteomyelitis
  • Nach Verletzungen, wie Verbrennungen, ausgedehnten Quetschungen oder Knochenbrüchen und Nervenverletzungen mit Muskelschwund.

Hin und wieder gibt es auch Interesse für Wadenimplantate aus der Bodybuilding-Szene. Wenn trotz intensivstem Training die Waden sich nicht wie der Restkörper formen lassen und daher eine Dysbalance besteht, kann die Frustrationsgrenze überschritten werden. Daher erwägen einige Sportler, dieser Problematik mittels chirurgischer Wadenvergrößerung zu begegnen.

Wie kann man die Waden mittels Training vergrößern?

Zu klein angelegte Waden können recht gut durch Muskelaufbautraining korrigiert werden. Alles was bei der Spitzstellung des Fußes Kraft kostet, trainiert die Waden – z. B. Zehenspitzenstand mit Gewichten, Treppensteigen, Bergwandern, Sprinten etc. Im Bodybuilding können durch besonders intensives Training in Kombination mit proteinreicher Ernährung extreme Wadenzuwächse erreicht werden.

Wie ist der Ablauf bei der Wadenvergrößerung?

Wadenvergrößerung mit Wadenimplantaten in der YUVEO Klinik in DüsseldorfBild: Die Grafik zeigt die Schnitte bei der Wadenvergrößerung des inneren Anteils der Wade.

  • Links: unterentwickelte Wade
  • Rechts: nach Einlage eines Wadenimplantates

Die Wadenvergrößerung mittels Wadenimplantat wird meist in Vollnarkose durchgeführt. Auch eine Rückenmarksbetäubung ist möglich. Ein kurzer stationärer Aufenthalt ist zu empfehlen. Vor der Waden-Operation sollten Allgemeinerkrankungen abgeklärt und blutverdünnende Medikamente rechtzeitig abgesetzt werden. In einem ausführlichen Gespräch wird Ihnen Ihr plastischer Chirurg über die Techniken der Wadenvergrößerung berichten und Vor- und Nachteile erläutern. Auf Komplikationen sollte dabei detailliert eingegangen werden.

Welche Techniken der Wadenvergrößerung gibt es?

Die genaue Schnittführung ist davon abhängig, ob nur der innere oder auch der äußere Anteil der Wade korrigiert werden soll. Bei der Wadenvergrößerung des inneren Anteils (häufigster Eingriff) wird ein ca. 4 cm langer Schnitt (siehe Abbildung) an der Innenseite der Kniekehle gesetzt. Beim Vergrößern des äußeren Anteils geschieht dieses außen. Werden beide Anteile vergrößert (Einlage zweier Implantate), genügt ein ca. 5 cm langer Schnitt horizontal mittig.

Von hier aus wird das Implantatlager unter der Faszie (eine feste Faserschicht) auf dem zweiköpfigen Wadenmuskel (M. Gastrocnemius) präpariert und das passende Wadenimplantat platziert. Da es hier kaum blutet, kann ggf. auf die Einlage von Drainagen verzichtet werden. Bei Bodybuildern kann das Wadenimplantat unter den Kopf des M. Gastrocnemius gelegt werden, damit dieser sichtbar bleibt.

Zu guter Letzt wird die Wunde in mehreren Schichten vernäht. Ein leicht komprimierender Wickelverband oder ein Stützstrumpf vermindern das Risiko einer Blutung und einer Thrombose nach der Wadenvergrößerung.

Was sollte man über Wadenimplantate wissen?

Auch die bei der Wadenvergrößerung verwendeten Wadenimplantate haben ähnliche Fortschritte wie die Brustimplantate  gemacht. Standard sind auch hier auslaufsichere Silikongelimplantate mit stabiler mehrschichtiger Umhüllung. Hier haben sich allerdings glattwandige Wadenimplantate durchgesetzt, die in einer schmaleren spindelförmigen ‚Damenform‘ und einer einseitig breiteren ‚Herrenform‘ zur Verfügung gestellt werden. Verschiedene Größen erlauben eine gute Anpassung bei der Wadenvergrößerung.

Für besondere Indikationen können Wadenimplantate nach Maß angefertigt werden.

Bild: Ein Wadenimplantat mit Silikongel-Füllung.

Wadenimplantate zur Wadenvergrößerung

Wie sieht die Nachbehandlung nach der Wadenvergrößerung aus?

  • Postoperativ werden die Beine gewickelt oder ein gut komprimierender Stützstrumpf getragen.
  • Eine Thromboseprophylaxe mit Heparin ist erforderlich. Je nach Grad der Immobilisation muss das Heparin noch mehrere Tage nach der Wadenvergrößerung gepritzt werden.
  • Gehstützen bieten in den ersten 2 – 3 Tagen Sicherheit, können aber auch länger benutzt werden.
  • Besonders in den ersten 2 Wochen nach der Wadenvergrößerung ist körperliche Zurückhaltung und die Hochlagerung der Beine zu empfehlen.
  • Eine Sportkarenz sollte ca. 6 Wochen lang eingehalten werden.

In der Literatur sind ungewöhnliche Fälle veröffentlicht.

Axmann und Schneider aus Deutschland berichten 1995 über einen Fall der erfolgreichen Wadenvergrößerung mit Hilfe einer freien Lappen-Transplantation eines geraden Bauchmuskels (VRAM) (6). Dieser wird mit dem Gefäßnervenbündel am Bauch entnommen und mikrochirurgisch wieder an Gefäße im Bereich der Wade angenäht.

Auch Hui KC und Kollegen aus den USA berichteten 1999 über einen ähnlichen Fall einer Wadenvergrößerung bei einem Patienten, der sehr unter seiner linkseitigen Deformierung der Wade litt (7). Diese Wadenhypotrophie bestand seit der Kindheit infolge einer Poliomyelitis. Der Patient lehnte die Verwendung von Wadenimplantaten ab. Das Ergebnis wird als exzellent geschildert. Dennoch hat sich diese ungewöhnliche und recht aufwendige Methode bis heute nicht durchgesetzt.

Ist die Wadenvergrößerung ohne Operation eine Alternative?

Die Wadenvergrößerung ohne OP ist nun seit 2007 mit der stark quervernetzen Hyaluronsäure möglich – allerdings unter Inkaufnahme eines kürzeren Effektes der ca. 1,5 Jahre anhält. Für weitere Infos lesen Sie den Beitrag MacrolaneTM.

Auch besteht die Möglichkeit der Vergrößerung und Formung der Waden mit der Eigenfett-Transplantation. Dieses setzt allerdings voraus, dass die Patienten nicht zu dünn sind, da sonst keine Spenderregion gefunden werden kann. Die resultierende Wade wirkt allerdings, da mit Fett aufgefüllt, nicht sportlich muskulös.

Pubmed

  1. Wadenvergrößerung und Wiederherstellung:
    Calf augmentation and restoration. – Niechajev I. – Plast Reconstr Surg. 2005 Jul;116(1):295-305; discussion 306-7.
  2. 12 Jahre Erfahrung mit Wadenvergrößerungen:
    Twelve years experience of calf augmentation – Szalay LV – Aesthetic Plastic Surgery – 1995 Sep-Oct;19(5):473-6.
  3. Wadenvergrößerung und Korrektur von Deformitäten:
    Calf augmentation and correction of contour deformities. – Howard PS. – Clin Plast Surg. 1991 Jul;18(3):601-13. Review.
  4. Wadenvergrößerung – ein vorläufiger Report:
    Calf augmentation -a preliminary report. – Carlsen LN. – Ann Plast Surg. 1979 Jun;2(6):508-10.
  5. Calf augmentation with autologous tissue injection. – Erol OO, Gürlek A, Agaoglu G. – Plast Reconstr Surg. 2008 Jun;121(6):2127-33.
  6. Free tissue transplantation for correction of calf asymmetry. A case report – Axmann HD, Schneider W. – Handchir Mikrochir Plast Chir. 1995 May;27(3):152-6. German.
  7. Calf augmentation using free TRAM flap. – Hui KC, Zhang F, Greenberg L, Lineaweaver WC. – Microsurgery. 1999;19(5):227-31.

wadenimplantat silikonwaden-implantat

Bild: Wadenimplantat mit Silikon-Gel gefüllt. Es handelt sich um ein sog. anatomisches Implantat.

Bild: Spindelförmiges Wadenimplantat mit Silikon-Gelfüllung. Am rechten Ende können Sie zart eine U-förmige Schlaufe durchschimmern sehen, die dem Führungsstab bei der Implantation zur Verankerung dient.

Silikon-Wadenimplantat spindelförmig

Während die Brustvergrößerung mittels Brustimplantaten zum Alltag des Plastischen Chirurgen gehört, ist die Nachfrage nach der Wadenvergrößerung (siehe auch Wadenkorrektur) mittels Wadenimplantaten deutlich geringer. Jedoch hat sich durch die Entwicklung bei den Brustimplantaten auch die Qualität der Wadenimplantate verbessert.

Auch bei Ihnen ist heute kein flüssiges Silikon, sondern Silikongel Standard. Man spricht auch vom kohäsiven Silikongel. Die Stabilität der äußeren Hülle ist deutlich erhöht, so dass selbst bei schwereren Prellungen und Stößen die Wahrscheinlichkeit für ein Kaputtgehen gering ist. Wadenimplantate halten den Belastungen der Wade stand. Eine raue Oberfläche hat sich hier nicht durchgesetzt, da die Implantate in die Muskelloge des M. Gastrocnemius gelegt werden, wo die Kapselfibrose (Verhärtung der Implantatkapsel) extrem selten ist. Weiterhin müssen die Implantate über recht kleine Einschnitte (4 cm) bis zu einer Tiefe von 30 cm geschoben werden, was bei einer rauen Oberfläche kaum möglich wäre.

Am häufigsten werden im Übrigen die hier beschriebenen Wadenimplantate eingesetzt, die aus einer festen Hülle bestehen und mit Silikongel gefüllt sind. Es gibt aber auch solide d. h. feste gummiartige Implantate, die weiter unten beschrieben werden.

Ist Silikon sicher?

Silikon wird in der Medizin für Drainagen, Implantate (nicht nur Brustimplantate) und zur Pflege von Instrumenten verwendet.

Silikon ist in der Vergangenheit in Verdacht geraten, Brustkrebs und rheumatische Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen zu begünstigen. Dieses führte gerade in den USA zu großangelegten Studien, die diese Vorwürfe widerlegen konnten. Mittlerweile ist Silikon eines der am besten untersuchten Materialien in der Medizin. Es gilt als ein sicheres Material. Die bedeutendsten Studien finden Sie am Ende dieser Seite.

In welchen Formen gibt es Wadenimplantate?

Prinzipiell haben sich zwei grundlegende Formen durchgesetzt, welche Sie auch auf den Bildern erkennen können:

  • Anatomische Wadenimplantate: Sie sind auf einer Seite aufgetrieben und betonen somit das obere Drittel der Wade. Sie werden meist bei Männern eingesetzt, um die obere Wadenmuskulatur hervorzuheben. Auch Patienten, die nach einer Klumpfußoperation im Kindesalter unter einer Wadenhypotrophie (verschmächtigte Waden) leiden, profitieren von dieser Form.
  • Spindelförmige Wadenimplantate: Sie sind schlanker als die anatomischen Wadenimplantate und finden insbesondere zur Formung weiblicher Waden Anwendung. Mit diesen Implantaten kann je nach Befund und Implantatgröße auch der mittlere und untere Abschnitt der Wade korrigiert werden.

Solide, individuell anpassbare Wadenimplantate

Neben den oben beschriebenen Wadenimplantaten mit Silikongelfüllung gibt es auch Implantate, die solide sind d. h. aus festem Silikon bestehen. Diese Implantate kann man individuell anpassen, was insbesondere bei Wadendeformierungen durch Verletzungen oder Operationen von Vorteil sein kann. Entsprechende Firmen stellen diese Wadenimplantate anhand eines Gipsabdruckes her, so dass die Einschätzung der benötigten Form recht akkurat ist.

Wo sind die Vor- und Nachteile der soliden bzw. silikongelhaltigen Implantate zu sehen?

Vorteile der Standardimplantate:

  • günstiger
  • geringerer Aufwand bei der Herstellung
  • Da sie weich sind, kann man sie oft kaum tasten.
  • kein Gipsabdruck nötig

Vorteile der soliden Wadenimplantate:

  • individuelle Formen herstellbar
  • Sie können auch während der Operation noch zurechtgeschnitten werden.

Nachteile der Standardimplantate:

  • nur vorgefertigte Formen
  • kein intraoperatives Formen möglich

Nachteile der soliden Wadenimplantate:

  • sehr fest und daher oft tastbar
  • deutlich teurer
  • aufwendiger in der Herstellung
  • Gipsabdruck nötig

Was sind Wadenexpander?

Auch Wadenexpander sind Wadenimplantate, die allerdings recht selten Einsatz finden. Expander sind Silikonhüllen, die sich über ein Ventil auffüllen lassen. Der Expander wird an der Stelle in die Wade implantiert, an welcher der Auffülleffekt gewünscht ist. Das Ventil, welches über ein kleines Silikonschläuchlein mit dem Expander verbunden ist, wird gut tastbar unter die Haut eingesetzt. Nun kann Woche für Woche Kochsalzlösung über das Ventil in den Expander gefüllt werden, wodurch peu à peu die Kammer gefüllt wird und das Wadenimplantat anschwillt.

Durch die Expansion wird das Gewebe gedehnt und ein Hohlraum geschaffen, der dem endgültigen Wadenimplantat als Platz dient. Die Gewebedehnung muss über ca. 6 Wochen erfolgen, damit der Effekt von Dauer ist. Die Auffüllmenge und -geschwindigkeit hängen vom Gewebe, von der gewünschten Gewebedehnung und vom Schmerzempfinden des Patienten ab.

Wann macht die Verwendung eines Expanders Sinn?

Immer dann, wenn es um extreme Wadenbefunde geht, z. B. nach Verletzungen, Verbrennungen und bei von der Kindheit an bestehender Wadenhypotrophie. In diesen Fällen mangelt es an Gewebe, so dass man selbst bei der Implantation mittelgroßer Wadenimplantate intraoperativ massive Probleme wegen der engen Verhältnisse bekommen kann.

Studien zum Thema Silikonimplantate

Die größten Studien zum Thema Silikonimplantate wurden im Bereich der Brustimplantate durchgeführt. Hier werden die Studien vorgestellt, die auch für die Wadenimplantate Gültigkeit besitzen, da auch diese aus Silikon bestehen.

  • Juni 1999; National Academy Institute of Medicine; Schlussfolgerung: Bindegewebserkrankungen, Krebs, neurologische Krankheiten und andere systemische Beschwerden sind bei Frauen die Brustimplantate aus Silikon haben, nicht häufiger anzutreffen als bei Frauen ohne Silikonimplantate.
  • 1998; Sturrock R.D., FRCP, Independent Review Group (IRG); Schlussfolgerung: Es besteht kein Zusammenhang zwischen Silikonimplantaten und Bindegewebserkrankungen …
  • 1998; European Committee on Quality Assurance and Medical Devices in Plastic Surgery; Schlussfolgerung: Autoimmun- oder Bindegewebserkrankungen stehen nicht im Zusammenhang mit Brustimplantaten. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass aktuelle Studien eine bösartige Entartung durch silikongefüllte Brustimplantate widerlegen.

Pubmed:

  1. Calf augmentation -a preliminary report. – Carlsen LN. – Ann Plast Surg. 1979 Jun;2(6):508-10.
  2. Submuscular calf implants. – Kalixto MA, Vergara R. – Aesthetic Plast Surg. 2003 Mar-Apr;27(2):135-8.
  3. Calf augmentation with new solid silicone implants. – Lemperle G, Kostka K. – Aesthetic Plast Surg. 1993 Summer;17(3):233-7.
  4. Alloplastic implants for men. – Novack BH. – Clin Plast Surg. 1991 Oct;18(4):829-55. Review.
Macrolane <sub>TM</sub>
Macrolane TM™ ist seit 2007 auf dem europäischen Markt. Es handelt sich um eine stark quer vernetzte Hyaluronsäure (Herstellung in patentiertem NASHA ™-Verfahren, NASHA = Non Animal Stabilized Hyaluronic Acid), die sich für die Auffüllung mittelgroßer Areale gut eignet. Durch die Vernetzung ist diese deutlich stabiler als die Hyaluronsäure, welche für die Faltenunterspritzung benutzt wird. Macrolane TM hält somit etwas länger – und zwar 1 bis 1,5 Jahre (Galderma). Es verbleiben bei der Unterspritzung keine sichtbaren Narben. Macrolane TM kann für verschiedene Indikationen eingesetzt werden. Das Haupteinsatzgebiet sollte einst die Brustvergrößerung sein. Allerdings ist dieses seit 2012 nicht mehr möglich, da die Hyaluronsäure u. a. wegen des Verdachts einer schlechteren Beurteilbarkeit einer Mammographie nicht mehr für die Indikation der Brustvergrößerung eingesetzt werden darf. Daher kann man den Damen, welche eine Korrektur ohne Brustimplantate wünschen, die Brustvergrößerung mit Eigenfett vorschlagen. MacrolaneTM wird weiterhin benutzt für die Gesäßvergrößerung bzw. Gesäßformung, Wadenvergrößerung bzw. Wadenformung oder für die Auffüllung kleiner und mittelgroßer Defekte. Auch kann die vorgealterte Hand mit diesem Produkt verjüngt werden. Selbst eine Verbesserung der Kontur des Dekolletees ist möglich.

Wie ist der Ablauf einer Macrolane TM-Behandlung und wie hoch sind die Kosten?

Das Unterspritzen von Macrolane TM kann in örtlicher Betäubung geschehen. Ein Dämmerschlaf kann bei entsprechendem Patientenwunsch den kleinen Eingriff angenehmer gestalten. Die Unterspritzung dauert, je nach Injektionsmenge und Areal, ca. 20 – 30 Minuten. Während der Behandlung kann die Patientin bei Betrachtung am Spiegel ihre Vorstellungen äußern. Das Ergebnis ist direkt sichtbar. Die Kosten für die Behandlung mit MacrolaneTM sind durch die Materialkosten bei großen Mengen recht hoch. Kosten von ungefähr 3500 € (für ca. 2 x 100 ml) – 5500 € (für ca. 2 x 200 ml) sind in Deutschland üblich. Wenn die Unterspritzung im Dämmerschlaf (Sedierung) erfolgen soll, kommen in der Regel noch ca. 300 € hinzu. Die Vollnarkose ist teurer.

Was ist nach der Behandlung zu berücksichtigen?

Die unterspritzten Bereiche sollten gekühlt und geschont werden. Eine Sportkarenz ist je nach Region und Injektionsmenge für ca. 2 – 4 Wochen empfehlenswert. Die behandelten Areale sollten nicht massiert werden! Nach der Unterspritzung mit Macrolane TM können die Patienten nach Hause gehen. Gerne wird nach der Behandlung ein Kompressionsverband angelegt. Eine Antibiotika-Begleitbehandlung ist hin und wieder empfehlenswert. Eine stationäre Überwachung ist nicht nötig. [Auch nach der Behandlung für die Brustvergrößerung war die Brustkrebsvorsorge mit der Mammographie möglich. Jedoch wurde die langfristige Beurteilbarkeit der Brustdrüse (bei ggf. jahrelanger Macrolane TM-Injektion) für die Brustkrebsfrüherkennung unter Plastischen Chirurgen und Radiologen kontrovers diskutiert.]

Welche unerwünschten Nebenwirkungen können bei Macrolane TM auftreten?

  • Bei der Behandlung mit MacrolaneTM können, wie auch generell bei der Hyaluronsäure-Unterspritzung, Rötungen und Schwellungen auftreten, die vorübergehender Natur sind.
  • Immer wenn gespritzt wird, besteht auch ein potentielles, aber sehr geringes Risiko für einen Infekt (Spritzenabszess) oder einen Bluterguss.
  • Obwohl es viele auch ältere Studien zur Hyaluronsäure-Behandlung von Falten gibt, so gibt es noch keine Langzeitergebnisse nach der Körperkonturierung mit Macrolane TM.
  • Die Hyaluronsäure ist eine Molekülverbindung, die sich von Natur aus in unserem Körper befindet. Dennoch können bei der Unterspritzung von größeren Mengen seltenst Probleme der Kapsel entstehen, die sich um jedes Implantat bildet. Diese Veränderung nennt man Kapselfibrose. Sie führt an der Brust zu einer Verhärtung, die im Anfangsstadium nicht sichtbar und kaum tastbar ist. Stärkere Kapselfibrosen sind bei der Behandlung mit MacrolaneTM eine Rarität. Kapselfibrosen können auch bei der Busenvergrößerung mit Silikonimplantaten auftreten.
Es muss jedoch bedacht werden, dass bei einem so jungen Thema wie Macrolane TM schnell neue Erkenntnisse durch aktuelle Studien gewonnen werden können. Quellen:
  1. Brustvergrößerung mit stabilisierter Hyaluronsäure nicht-tierischen Ursprungs (MacrolaneTM): Visualisierung von Gewebe im Hintergrund von Implantaten: Augmentation with stabilized hyaluronic acid-based gel of non-animal origin: visualization of tissue behind the implants. – Tengvar M, Hedén P, Olenius M. Breast – International Master Course on Aging Skin 2008, Paris.
  2. New indications for Hyaluronic acid of the NASHA-gel-generation–highlights from aesthetical dermatology in clinical daily routine – Becker-Wegerich P. – J Dtsch Dermatol Ges. 2008 Dec;6 Suppl 3:S3-20. German.
  3. www.macrolane.de
  4. Körperformung und Volumenwiederherstellung: die Rolle der Hyaluronsäure: Body shaping and volume restoration: the role of hyaluronic acid. – Hedén P, Sellman G, von Wachenfeldt M, Olenius M, Fagrell D. – Aesthetic Plast Surg. 2009 May;33(3):274-82. Epub 2009 Mar 12. Review.