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Wissen über Kapselfibrose

kapselfibrose mit brustimplantat 10220w yuveo

Bild: Sie sehen ein Brustimplantat der alten Generation mit glatter Wand, welches Ende der 80er-Jahre zur Brustvergrößerung auswärts eingesetzt wurde. Das Implantat wurde entfernt wegen einer Kapselfibrose III. Grades. Eine Verformung der Brust war kaum zu sehen, aber eine mäßige Verhärtung zu tasten. Hier ist die leicht verdickte Kapsel komplett herauspräpariert und anschließend geschlitzt worden. So kann man das durch die Schrumpfung deutlich gefaltete Silikonimplantat gut sehen.

Kapselfibrose: Symptome

Die Einteilung der Kapselfibrose (auch Kapselkontraktur genannt) nach Baker bietet den Plastischen Chirurgen insgesamt doch eine recht gute Möglichkeit der Einschätzung der Schwere der Fibrose anhand der Ausbildung folgender Symptome.

  • Grad I – Stadium ohne sichtbare oder tastbare Fibrose.
  • Grad II – In diesem Baker-Stadium ist die minimale Kapselfibrose kaum feststellbar. Es ist lediglich eine diskrete Verhärtung der Implantate zu ertasten.
  • Grad III – Leichte Kontraktur – Die Patienten fühlen eine gewisse Spannung oder Festigkeit.
  • Grad IV – Sofort sichtbare starke Fibrose der Kapsel, teils mit Schmerzen.

Die Symptome, mit denen die Patientinnen zum behandelnden Plastischen Chirurgen gehen, sind am häufigsten eine sichtbare Verformung und im fortgeschrittenen Stadium Schmerzen.

Was versteckt sich hinter einer Kapselfibrose?

Um jedes Implantat (nicht nur Brustimplantate) bildet sich im Körper eine körpereigene Hülle, die als Kapsel bezeichnet wird. Diese ist normalerweise sehr zart und nicht tastbar. Dieses zarte Gewebe ist mit der Umgebung verwachsen und sichert gerade, wenn die Implantate unter den Muskel gelegt werden, deren Position, sofern es sich um raue Brustimplantate handelt, in welche die Kapsel gut einwachsen kann.

Gerade bei tropfenförmigen Implantaten sind raue Exemplare von Vorteil, damit sich diese durch das Festwachsen nicht drehen können. Dieses Argument ist bei runden Implantaten nicht so wichtig.

Bei Fibrose der Kapsel nach der Brustvergrößerung oder nach einer Brustrekonstruktion mit Brustimplantaten kommt es zu einer Verdickung dieser Kapsel durch vermehrte Bindegewebsbildung. Sie kann in extremen Fällen mehrere Millimeter dick werden.

Welche Theorien zur Ursache sind bekannt?

Bislang ist es nicht gelungen, dieser Fibrose eine eindeutige Ursache zuzuordnen. Folgende Faktoren werden mit der Erkrankung in Zusammenhang gebracht:

  • Silikonaustritt durch die Hülle der Brustimplantate
  • Eine genetische Neigung zur Ausbildung der Kapselfibrose
  • Fremdkörperreaktion
  • Autoimmunstörungen des Bindegewebes
  • Blutergüsse
  • Infektion oder eine Kontamination (in Berührung bringen) mit Bakterien ohne sichtbare Infektion. (Siehe Quelle 2)
  • Beschaffenheit der Oberfläche der Brustimplantate

Es gibt Anzeichen dafür, dass Brustimplantate, die unter den Brustmuskel implantiert werden, eine geringere Fibrose-Rate der Brust haben. Dieses liegt womöglich an dem Schutz vor Bakterien, da der Muskel sehr gut durchblutet ist. Es gibt aber auch Vertreter der Meinung, es könne an der Bewegung des Brustimplantats durch den Muskel liegen.

Behandlung der Kapselfibrose in Düsseldorf

Erst in den Stadien III und IV dieser Fibrose ist des Öfteren eine Behandlung notwendig. Auf der einen Seite besteht die Möglichkeit einer Kapsulotomie, d. h. Einschneidung der Kapsel an mehreren Stellen, bei mittelmäßiger Ausprägung der Kapselfibrose.

Auf der anderen Seite steht die Kapsulektomie, die eine Entfernung der Kapsel bedeutet. Hier wird der auf dem Brustkorb liegende Teil aber meistens belassen. Liegen die Brustimplantate über dem Brustmuskel, so kann man sie unter den Brustmuskel verlagern, da hier die Brust-Fibrose-Rate niedriger ist.

Tritt die Kapselfibrose immer wieder auf, kann nur noch eine Entfernung der Implantate erfolgen und mittels Bruststraffung die Brust anschließend in unserer Klinik in Düsseldorf geformt werden.

Eine weitere Alternative der Behandlung ist die Verwendung von Polyurethan-beschichteten Implantaten. Bei diesen Implantaten gibt es praktisch keine Fibrosierung. Der Nachteil ist ein stärkerer Gewebeverlust, wenn die Implantate aus sehr seltenen Gründen kurzfristig entfernt werden müssen.

Quellen.

 

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