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Schönheitsoperation

Schönheitsoperation

 

Was sind Schönheitsoperationen?

Sind Schönheitsoperationen Operationen für die Schönheit? Man könnte Schönheitsoperationen definieren als Eingriffe zur Verschönerung. Nicht jede Operation in der Plastischen Chirurgie, die vom Nichtmediziner als Schönheitsoperation verstanden wird, ist wirklich als solche zu verstehen. Tatsache ist, dass zahlreiche OPs medizinisch begründbar sind. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Krankenkassen die Kosten übernehmen.

Folgende medizinische Indikationen (Heilanzeigen) sind in der Plastischen Chirurgie häufig anzutreffen:

  • seelischer Leidensdruck mit reaktiver Depression
  • Mazeration (Aufweichen der Haut) und Entzündungen in Hautfalten bei Hautüberschuss
  • angeborenen Fehlbildungen wie Brustasymmetrie (Brustungleichheit)
  • u.a.

Welche Operationen sind wann medizinisch begründet?

In einigen Fällen können Operationen, die in erster Linie als Schönheitsoperation bekannt sind, dennoch medizinisch begründet sein. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele dafür.

Ist die Oberlidkorrektur eine Schönheitsoperation?

Eine Oberlidstraffung findet nicht immer nur aus ästhetischen Gründen statt.

Oft ist der Hautüberschuss am Oberlid so groß, dass die Lidhaut bis an das Ende der Wimpern reicht. In solchen Fällen ermüdet der zarte Lidhebermuskel rasch, so dass die Patienten schon am frühen Abend über schwere Augenlider klagen. Weiterhin kann der Lidhautüberschuss zur Gesichtsfeldeinschränkung führen, die mittels Gesichtsfeldbestimmung objektivierbar ist.

Die Gynäkomastie-OP ist bei ausgedehnten Befunden keine Schönheitsoperation.

Zu den Schönheitsoperationen gehört die Andromastektomie = Gynäkomastie-OP oft nicht. Die Gynäkomastie ist die Brustvergrößerung beim Mann, die oft ein Überbleibsel der Pubertät ist. Sie kann aber auch in Erkrankungen des Hormongleichgewichtes oder der Leber u.a. ihre Wurzeln haben. Ist eine Erkrankung die Ursache, so muss diese, wenn möglich behoben werden. Eine Operation ist meist dennoch nötig, da sich der Gewebeüberschuss oft nicht oder nur unzureichend zurückbildet. Hier steht nicht die ‚Verschönerung‘ der Patienten durch eine Schönheitsoperation im Vordergrund, sondern die Normalisierung der Befunde. Männer mit einer Körbchengröße von B bis C leiden psychisch stark unter diesem weiblichen Attribut.

Gehört die Brustvergrößerung zu den Schönheitsoperationen?

Die Brustvergrößerung bei der Frau ist sicherlich der Inbegriff des Ausdruckes von weiblicher Schönheit, die plastisch-chirurgisch unterstützt wird. Und dennoch ist dies nicht immer der Fall! Bei Brustasymmetrien, die eine deutliche angleichende Brustvergrößerung mit Brustimplantaten nötig machen, um diese zu korrigieren, handelt es sich um eine Brustfehlbildung, also um eine angeborene Erkrankung. Selbiges trifft auf Frauen zu, die keine Brust haben. Der Mediziner spricht je nach Befund von einer Brustaplasie (fehlende Brustanlage) oder Brusthypoplasie (Minderwuchs der Brust). Dass der seelische Leidensdruck dem der Männer entspricht, ist nachvollziehbar.

Insofern ist hier nicht von OPs auszugehen, die aus rein ästhetischen Gründen vorgenommen werden. In der Tat wurde die Brustvergrößerung in den 90-er Jahren in besonderen Fällen von der Krankenkasse übernommen – heute eine Rarität.

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Tel.: 0211/24790940  |   Kontaktformular

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Frau am Laptop nutzt Videosprechstunde