Madelung-Erkrankung

Die Madelung-Erkrankung gehört zu den Lipomatosen.

 

Die Madelung Erkrankung ist eine sehr seltene und überwiegend bei Männern (androtrop) auftretende symmetrische Fettverteilungsstörung, die zum Formenkreis der Lipomatose gehört. Sie tritt meist der oberen Körperhälfte und wird daher auch multiple symmetrische Lipomatose (MSL) genannt.

 

Ursachen:

Bei der Madelung Erkrankung ist bislang keine Ursache bekannt. Es lässt sich eine gewisse Häufung bei Alkoholikern finden. Jedoch heißt das nicht, dass Menschen mit Lipomatose, Alkoholiker sind! Die Erkrankung tritt gehäuft in Verbindung mit Leberfunktionsstörungen, Fettstoffwechselstörungen und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) auf.

 

Lokalisation:

Bild: Lipomatose mit mäßigem Stiernacken / Büffelnacken.

Die symmetrische Lipomatose Madelung zeigt sich durch teils extreme Fettansammlungen in folgenden Regionen:

  • Am Nacken spricht man bei starker Ausprägung vom Büffelnacken oder Stiernacken.
  • Hals – Daher kommt der Begriff Madelung Fetthals.
  • Schultergürtel
  • Oberarme
  • Rücken
  • Brustbereich
  • Selten tritt die Lipomatose im Bereich des Schamhügels und der Oberschenkel auf.

Welche Beschwerden können auftreten?

Echte Symptome treten im Rahmen der Lipomatose nur sehr selten auf. Dazu gehören dann Atemstörung, Schluckbeschwerden und Heiserkeit. Im Allgemeinen gehen die Patienten wegen der enormen psychischen Belastung, durch die Deformierung, zum Arzt. Manche Betroffene versuchen durch starke Gewichtsabnahme das Fettgewebe zu reduzieren. Der Körperbau kann athletisch (pseudoathletisch) wirken, durch einen schlanken Bauch-Becken-Bereich mit Fettansammlungen an der Schulterregion und den oberen Rücken. Dies ist insbesondere für die an Lipomatose erkrankten Frauen sehr belastend.

Was sollte nach der Operation der Madelung Erkrankung beachtet werden?

Nach der Operation sollte in Abhängigkeit vom Ausmaß der Madelung Erkrankung und der Operation eine strenge Kompression mittels Miederware oder entsprechender Verbände erfolgen. Die Drainagen sollten eher etwas länger belassen werden, als bei einer herkömmlichen Operation üblich. Wichtig ist auch eine gewisse Immobilisation nach der Lipomatose-Op, damit nicht durch das Auftreten von Scherkräften die Wundwasserproduktion gefördert oder eine Blutung provoziert wird.