Supinator, M. – Auswärtsdreher

M. supinator des Unterarmes

Der M. supinator (2), zu Deutsch Auswärtsdreher, ist ein Strecker und gehört der tiefen Schicht der Unterarmmuskeln an .

Der Auswärtsdreher ist ein breiter Muskel, der sich um das obere Drittel des Radius schlingt. Er besteht aus 2 Muskelschichten zwischen denen der tiefe Ast des N. radialis liegt.

  • Funktion des M. supinator: Auswärtsdrehung des Unterarms = Supination
  • Ursprung: Epicondylus lateralis humeri; Ligamentum collaterale radiale, Crista musculi supinatoris an der Elle, Ligamentum anulare an der Speiche
  • Ansatz: Vorderfläche der Speiche
  • Innervation: R. profundus nervi radialis (tiefer Speichennerv)
Beim Tennisarm können die kranialen Muskelfasern des M. supinator an den Beschwerden beteiligt sein. Wird operiert, so werden diese Anteile des Muskels vom Epicondylus lateralis humeri gelöst.
Nicht selten ist der Tennisarm mit einer weiteren Handerkrankung vergesellschaftet. Der tiefe Ast des Nervus radialis durchstößt den M. supinator an einer fibrösen Stelle, die Frohse’sche Arkade genannt wird. Kommt es hier zu einem Druckschaden des Nerven so entsteht das Supinatorlogensyndrom. Typisch ist u.a. ein Schmerzempfinden am oberen 1/3 des beugeseitigen Unterarmes, insbesondere bei der Einwärtsdrehung des Unterarms durch den M. supinator.

Literatur

  • Atlas der Anatomie des Menschen – Sobotta – Urban und Fischer – 2 Bände – München, Jena 2000
  • Operationsatlas Handchirurgie – Pechlaner – Thieme – Stuttgart 1998
  • Anatomie des Menschen – Lehrbuch und Atlas – Rauber / Kopsch – Thieme – 4 Bände – 1987
  • Anatomy of the Human Body – Henry Gray – Lea & Febiger