Infraspinatus, M. – Untergrätenmuskel

M. infraspinatus von hinten

Der M. infraspinatus (2), zu Deutsch Untergrätenmuskel, ist Teil der hinteren Gruppe der Schultermuskeln.

Bild: Sie sehen links den M. trapezius (a), der den Untergrätenmuskel (1 rechts) nach oben innen zur Hälfte überdeckt.

Der Ursprung des M. infraspinatus nimmt die den Großteil der Fossa infraspinata ein, die unter der Schulterblattgräte (Spina scapulae) liegt. Die Muskelfasern des dreieckähnlichen Untergrätenmuskels münden in eine Sehne, die in Richtung Schultergelenk zieht (siehe auch Bild unten).

Am unteren Rand liegt dem M. infraspinatus der M. teres minor (A, Bild unten; 3, Bild oben) an.

  • Funktion: Die wichtigste Bewegung des infraspinatus ist die Außendrehung des Oberarmes. Eine leichte Adduktion bei herabhängendem Arm kann er auch bewirken.
  • Ursprung: Fossa infraspinata, Fascia infraspinata
  • Ansatz: Schultergelenk-Kapsel, Tuberculum majus humeri (großer Höcker des Oberarmknochens)
  • Innervation: N. suprascapularis

Bild unten:

  • A, M. teres minor
  • D, M. supraspinatus
  • E, M. infraspinatus
  • c, Spina scapulae

Untergrätenmuskel am Schulterblatt

Literatur

  • Atlas der Anatomie des Menschen – Sobotta – Urban und Fischer – 2 Bände – München, Jena 2000
  • Operationsatlas Handchirurgie – Pechlaner – Thieme – Stuttgart 1998
  • Anatomie des Menschen – Lehrbuch und Atlas – Rauber / Kopsch – Thieme – 4 Bände – 1987
  • Anatomy of the Human Body – Henry Gray – Lea & Febiger