Flexor digiti minimi brevis manus, M. – kurzer Kleinfingerbeuger

Musculus flexor digiti minimi des Kleinfingerballens der Hand

Der M. flexor digiti minimi, gehört zur Gruppe der kurzen Handmuskeln. Er ist Teil der Kleinfingerballenmuskulatur und wird auch M. flexor digiti quinti genannt. Auf dem Bild ist er mit der Nr. 6 dargestellt. Der Muskel wird zum Teil vom M. abductor digiti minimi (5) bedeckt.

  • Funktion des M. flexor digiti minimi manus: Beugung im Grundgelenk und Streckung im End- und Mittelgelenk
  • Ursprung: Haken des Hakenbeins (Hamulus ossis hamati), Retinaculum flexorum
  • Ansatz: beugeseitige Fläche der Grundglied-Basis; Dorsalaponeurose
  • Innervation: tiefer Ellennerv-Ast
Da der M. flexor digiti minimi vom Ellennerven (N. ulnaris) versorgt wird (genauer gesagt von dessen tiefem Ast R. profundus nervi ulnaris), ist beim fortgeschrittenem Sulcus ulnaris Syndrom und Loge de Guyon Syndrom in oder bei entsprechenden Nervenverletzungen mit der Zeit eine Verschmächtigung dieses Muskels mit Muldenbildung sichtbar (Kleinfingerballenatrophie).

Hier finden Sie Infos zu den M. flexor digiti minimi brevis pedis am Fuß.

Literatur

  • Atlas der Anatomie des Menschen – Sobotta – Urban und Fischer – 2 Bände – München, Jena 2000
  • Operationsatlas Handchirurgie – Pechlaner – Thieme – Stuttgart 1998
  • Anatomie des Menschen – Lehrbuch und Atlas – Rauber / Kopsch – Thieme – 4 Bände – 1987
  • Anatomy of the Human Body – Henry Gray – Lea & Febiger