Anatomie der Muskeln

Muskulatur: Muskeln des Menschen

In unserem Lexikon der Muskulatur finden Sie über 200 Muskeln des Menschen in alphabetischer Sortierung. Sie werden auf unseren Seiten neben den lateinischen Bezeichungen auch die deutschen Namen der Muskeln kennenlernen.

Lexikon der Muskeln
Wenn Sie einen Einstieg in die Anatomie-Systematik der Muskeln lieber über die Oberfläche erleben möchten, dann lesen Sie den bebilderten Beitrag zur Anatomie der Oberflächenstrukturen des Menschen.

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Einzelne Skelett-Muskeln lassen sich am Körper gut abgrenzen. In der Funktion ist dieses jedoch nicht der Fall. Selbst bei einfachen Bewegungen sind ganze Muskelgruppen beteiligt und das Zusammenwirken sehr komplex.

Was ist der Ansatz und der Ursprung?
Skelett-Muskeln haben meist 2 Anheftungspunkte. Der am weniger beweglichen Teil wird Ursprung (= Origo) genannt, der beweglichere Ansatz (Insertio). Im Allgemeinen beschreibt man weiterhin den Muskelbauch und die Verbindung zum Anheftungspunkt: die Sehne.

Die Ursache der Querstreifung einiger Muskeln finden Sie weiter unten erklärt. Folgende 3 Gruppen können nach der Querstreifung unterteilt werden.

  • 1. Quergestreifte Skelett-Muskulatur:
    Bei der Skelettmuskulatur bezeichnet man die Muskelzelle als Muskelfaser. Die Muskelzellen sind regelmäßig angeordnet. Die Muskelkontraktion ist willkürlich steuerbar.
  • 2. Quergestreifte Herz-Muskulatur:
    Die Herzmuskulatur ist zwar auch quergestreift, unterscheidet sich aber von der Skelettmuskulatur u.a. in folgenden Punkten. Der Herzmuskel ist ein Verband von unregelmäßig angeordneten Muskelzellen. Einzelne Muskelfasern lassen sich nicht differenzieren, da die Zellen verzweigt sind. Die Kontraktion ist unwillkürlich und rhythmisch.
  • 3. Glatte Muskulatur:
    Glatte Muskelzellen, denen die Querstreifung fehlt, gehören zu der Muskulatur der Organe (Magen, Darm, Gebärmutter, Prostata, M. errector pili der Haut, …). Die Zellen sind spindelförmig, kontrahieren sich unwillkürlich und langsam. Sie sind deutlich schmaler als die Zellen der quergestreiften Muskulatur.

Zu den sog. Hilfseinrichtungen gehören die Faszien, Sehnenscheiden, Schleimbeutel und Sesambeine, die alle wichtige mechanische Aufgaben erfüllen.

  • Faszien sind die derben Bindegewebshüllen der Muskeln. Sie grenzen Muskeln oder Muskelgruppen voneinander ab und ermöglichen die Verschieblichkeit gegeneinander. Faszien dienen aber oft auch als Ursprungsfläche.
  • Sehnenscheiden sind gedoppelte Schläuche aus Bindegewebe. Im Gleitspalt zwischen den Sehnenscheidenblättern ist die Synovia, eine Schmierflüssigkeit, enthalten. Sehnenscheiden sichern eine reibungsarme Kraftübertragung vom Muskel auf die Sehnen-Ansätze.
  • Schleimbeutel sind Beutelchen, die Schmierflüssigkeit enthalten. Schleimbeutel sitzen typischerweise an Knochenvorsprüngen, um hier die Reibung zu reduzieren und eine bessere Druckverteilung zu gewährleisten.
  • Sesambeine befinden sich an Sehnen, die unmittelbar am Knochen gleiten. Sie verbessern den Drehmoment, wodurch die betreffenden Muskeln mehr Kraft entfalten können. Das größte Sesambein ist die Kniescheibe.

Einer der wichtigsten Aspekte der Mechanik der Muskeln ist die Richtung des Muskelzuges und der Hebelarm.

  • 1. Hier liegt der Muskelzug und der Muskel in einer Ebene. Die Richtung der Kraftentfaltung ist mit einem Pfeil dargestellt. Der Hebelarm ist eine Linie, die senkrecht zur hier abgebildeten Muskulatur bis zur Gelenk-Mitte verläuft. Je größer der Hebelarm, desto besser ist die Kraftentfaltung der Muskeln.
  • 2. Oft wird die Zugrichtung von Muskeln über ein sog. Hypomochlion (Umlenkpunkte: z.B. Sesambeine, Ringbänder der Finger) umgelenkt. Dadurch wird die Zugrichtung (Pfeil) verlagert.
  • 3. Hier ein Beispiel für mehrere Umlenkpunkte. Ähnlich ist die Beziehung der Ringbänder und der Beugesehnen an der Hand.
Muskelzug und Muskel in einer EbeneVeränderte Zugrichtung von Muskeln durch ein WiederlagerRingbandmodell: Zugrichtung bei mehreren Umlenkungen

Synergisten und Antagonisten sind sog. funktionelle Gruppen:

  • Muskeln, die bei einer bestimmten Bewegung zusammenarbeiten, werden Synergisten genannt.
  • Antagonisten sind die Gegenspieler.

funktionelle Gruppen der Muskulatur: Synergisten und Antagonisten
Bild links: Die Beugung am Ellenbogen wird vorwiegend von der Bizeps-Muskulatur und dem darunterliegenden M. Brachialis (auf dem Bild nicht sichtbar) durchgeführt. Die beiden genannten Muskeln sind Synergisten.

Bild rechts: Der Antagonist M. Trizeps ist hier zwar nicht sichtbar, aber er ist überwiegend zuständig für die Streckung im Ellenbogengelenk. Der sichtbare Bizeps ist hier gedehnt.

Der Tonus der Muskulatur beschreibt deren Spannungszustand. Auch in Ruhe haben Skelett-Muskeln einen Grundtonus (Reflextonus), der insbesondere bei Haltemuskeln (Rücken- und Halsmuskulatur) von großer Bedeutung ist. Denn ohne eine Grundspannung wäre der gerade Stand nicht möglich. Der Grundtonus ist unwillkürlich (durch Reflexe gesteuert) und verursacht keine Verkürzung der Muskeln – es sind auch keine Zuckungen vorhanden.

Bei den glatten Muskeln der Gefäße dient die Spannung nicht nur der Regulation der Blutzufuhr, sondern auch der Körpertemperatur. Bei Kälte erhöht sich der Tonus, die Gefäße werden an den Körperenden (Akren), also Füßen, Händen, Nasen eng. Somit wird die Wärmeabgabe gering gehalten. Bei Wärme entspannen sich die Muskeln der Gefäße, d.h. sie erweitern sich, und es wird Körperwärme abgegeben.

Der Ab- und Aufbau der Muskeln ist ein ständiger dynamischer Prozess. Werden Muskeln nicht benutzt, so kommt es zur Atrophie (Muskelschwund). Man spricht auch von der Inaktivitätsatrophie. Das Volumen und somit die Kraftentfaltung reduziert sich. Schon bei einer mehrwöchigen Gipsruhigstellung kann man eine Inaktivitätsatrophie der betreffenden Muskeln beobachten. Extreme Atrophien treten bei kompletten Lähmungen auf, da hier keine Impulsweiterleitung mehr von den motorischen Nervenzellen an die Muskulatur erfolgt.

Bei starker Aktivität ist ein Zuwachs, also eine Hypertrophie, zu verzeichnen. Die Muskeln gewinnen an Volumen. Ihre Kraftentfaltung wird erhöht. Man spricht von der Aktivitätshypertrophie. Die Extremform des Muskelaufbaus kann man bei Bodybuildern beobachten, deren letztliches Ziel eine abgestimmte Muskelhypertrophie ist. Diese wird insbesondere durch ein Training mit der maximalen Muskelkraft erreicht.

Die Einteilung der Muskulatur nach Regionen erleichtert dem Laien die Suche. Die korrekte anatomische Nomenklatur wird in den Kapiteln jedoch eingehalten.

Oberflächen-Anatomie Rücken und Oberarm

Auf dieser Seite finden Sie eine Darstellung der oberflächlichen Anatomie des Menschen. Bei gut trainierten Sportlern, insbesondere Kraftsportlern, ist die an der Oberfläche liegende Muskulatur zum Teil erstaunlich gut zu erkennen. Selbst Muskelfaserbündel sind sichtbar. Weiterhin wird auf die oberflächlich liegenden Skelettanteile eingegangen. Über die Links erhalten Sie weitere Einzelheiten zu der Muskulatur.

Rücken-Muskulatur, Ober- und Unterarm

  • 1, Musculus deltoideus: Pars acromialis
  • 2, Musculus deltoideus: Pars spinosum – Schulterblattgrätenanteil
  • 3, Der Musculus trapezius mit seinem trapezförmigen Erscheinungsbild
  • 4, Dornfortsätze der Halswirbel
  • 5, Gräte des Schulterblattes – Spina scapulae
  • 6, Acromion des Schulterblattes
  • 7, Der Musculus infraspinatus, Untergrätenmuskel, liegt unterhalb der Schulterblattgräte (5).
  • 8, Der Musculus teres major ist zwischen 13 und 7 sichtbar.
  • 9, Langer Kopf (Caput longum) des Musculus triceps brachii.
  • 10, Der innen liegende Kopf (Caput mediale) des Musculus triceps brachii.
  • 11, Ellenbogenknochen
  • 12, Der M. extensor carpi ulnaris bedeckt die Ulna (Elle).
  • 13, M. latissimus dorsi ist der von der Fläche her größte Muskel des Menschen.
  • 14, Dei Crista iliaca (Darmbeinschaufel des Beckenknochens) ist auch bei korpulenten Menschen leicht zu tasten.
  • 15, M. glutaeus maximus – großer Gesäßmuskel
  • 16, Kreuzbein
  • 17, M. erector spinae – Strecker des Rückens. Diese Muskulatur wird aus einem komplizierten Geflecht an Rückenmuskeln zusammengesetzt.
  • 18, M. biceps brachii
  • Pfeil, Der Angulus inferior scapulae ist die unterste Spitze des Schulterblattes.

Bein-Muskulatur: Oberschenkel und Unterschenkel

Muskelanatomie am Bein

Unterschenkelmuskulatur angespannt

Brustkorb, Bauch und Oberschenkel

Auf diesem Bild sind der Sägemuskel (6) und der M. sartorius (9) besonders deutlich sichtbar.

Muskeln an Oberschenkel Bauch und Brustkorb

  • 1, Musculus triceps brachii: Es ist überwiegend das Caput longum zu sehen, der kräftigste der drei Köpfe.
  • 2, M. biceps brachii
  • 3, Pars spinosum (Grätenanteil) des Deltamuskels.
  • 4, M. teres major
  • 5, Der M. latissimus dorsi wird auch Hustenmuskel genannt wegen seiner Funktion als Atemhilfsmuskel.
  • 6, Vom Musculus serratus anterior sind 3 kräftige Zacken zwischen Pectoralis (8), Latissimus (5) und dem äußeren schrägen Bauchmuskel (7).
  • 7, Die Faserbündel des Musculus obliquus externus abdominis (äußerer schräger Bauchmuskel) sind nur bei gut trainierten Kraftsportlern in dieser Form zu sehen.
  • 8, M. pectoralis major
  • 9, Der M. sartorius ist der längste Muskel des Menschen und setzt mit weiteren Muskeln am Pes anserinus (16) an.
  • 10-13 und der nicht oberflächlich sichtbare M. vastus intermedius bilden den M. quadrizeps femoris. Dieser stetzt über eine Fixierung an der Kniescheibe (14) an der Tuberositas tibiae am Schienbein an.
    • 10 und 11, zeigen Anteile des Musculus rectus femoris.
    • 12, Musculus vastus lateralis
    • 13, Musculus vastus medialis
  • 14, Patella, Kniescheibe
  • 15, Die einzelnen Adduktoren lassen sich nicht unterscheiden.
  • 16, Pes anserinus
  • 17, M. rectus abdominis – Markiert ist einer der Bäuche des rechten geraden Bauchmuskels. Die Bäuche sind voneinander durch Sehnen getrennt, die Intersectiones tendineae genannt werden. Die Senkrechte Linie zwischen den Geraden Bauchmuskeln repräsentiert die Linea alba der Bauchwand (weiße Linie der Bauchwand), die bei der Rektusdiastase stark erweitet sein kann.
  • 18, Der Musculus tensor fasciae latae (Spanner der Schenkelbinde) inseriert in der Fascia lata.

Brust und Arme (Oberarme und Unterarme)

Ein besonderes Augenmerk sollten Sie bei diesem Bild auf die sehr gut zum Vorschein tretenden Unterarmmuskeln legen. Auch die Muskelfaserbündel des linken M. pectoralis major (4d) sind hervorragend sichtbar.

Anatomische Darstellung von Ober-Arm Unterarm

  • 1,a Pars acromialis des Musculus deltoideus (Deltamuskel)
  • 1,b Die Pars clavicularis des Deltamuskels wird auf Deutsch Schlüsselbeinanteil genannt.
  • 2, Acromion des Schulterblattes, welches über ein Gelenk mit dem Schlüsselbein verbunden ist. Das Schlüsselbein ist aber wegen der extremen Muskelhypertrophie und der Anspannung des Brust- und Deltamuskels nur ansatzweise zu sehen.
  • 3, M. trapezius – Die Grube zwischen diesem Kapuzenmuskel und dem Schlüsselbein wird Fossa supraclavicularis major genannt.
  • 4, Der große Brustmuskel M. pectoralis major lässt sich aufteilen in den Schlüsselbeinanteil (Pars clavicularis 4a), Brustbein-Rippenanteil (Pars sternocostalis 4b) und den Bauchanteil (Pars abdominalis 4c). 4d markiert einen von mehreren Muskelfaserbündeln des großen Brustmuskels.
  • 5, Die Sehnenanteile des inneren Kopfes (Kaput mediale) des M. sternocleidomastoideus rechts und links.
  • 6, Die Fossa jugularis (Drosselgrube) ist eine Aushöhlung zwischen 5, und dem oberen Rand des Brustbeins.
  • 7, Tastbarer knöcherner Processus xiphoideus zu Deutsch Schwertfortsatz am Unterrand des Brustbeins.
  • 8, Gerader Bauchmuskel rechts
  • 9, Der M. extensor carpi ulnaris ist der Strecker der Ellenseite des Handgelenkes.
  • 10, Dieser Wulst wird von zwei Muskeln gebildet – dem M. abductor pollicis brevis und dem Musculus extensor pollicis brevis, dem kurzen Daumenstrecker.
  • 11, Musculus interosseus dorsalis der Hand mit seinen beiden Muskelbäuchen.
  • 12, Angespannte Fingerstrecksehne
  • 13, Köpfchen der Mittelhandknochen III und IV – Bei genauer Betrachtung sind auch die Fingerstrecksehnenanteile zu sehen, welche über die Köpfchen ziehen.
  • 14, Epicondylus radialis humeri
  • 15, Olecranon zu Deutsch Ellenbogen.
  • 16, Die Sehne des Trizeps setzt am Ellenbogen an (15).
  • 17, Der seitliche Kopf (Pars lateralis) der drei Köpfe des M. Triceps brachii.
  • 18, Der Musculus extensor digitorum communis ist der gemeinsame Fingerstrecker.
  • 19, Der Musculus extensor carpi radialis longus ist der lange speichenseitige Handgelenksstrecker.
  • 20, Der M. brachioradialis ist ein kräftiger Auswärtsdreher des Ellenbogengelenkes.
  • 21, Der Musculus brachialis ist hier zwischen Biceps (22), Triceps (17) und M. brachioradialis (20) zu sehen.
  • 22, Die Vena cephalica läuft auf dem M. biceps brachii entlang und verschwindet zwischen Deltamuskel und Pars clavicularis des Brustmuskels in der Tiefe.
  • 23, Die Zacken des M. serratus anterior (vorderer Sägemuskel) heften sich an den Rippen an.

Anhand der folgenden Eigenschaften können Muskeltypen unterschieden werden.

Bilder: Die Fiederung der Muskeln beschreibt den Muskeltypen anhand seiner Faseranordnung:

1spindelförmige einbäuchige Muskeln 2einfach gefiederter Muskel 3doppelt gefiederte Muskeln

  • 1, spindelförmige parallelfaserige Muskeln (z.B. Bizeps des Armes)
  • 2, einfach gefiederte Muskeln
  • 3, doppelt gefiederte Muskeln
  • Weiterhin gibt es mehrfach gefiederte Muskeln, z.B. den Musculus deltoideus.

Auch kann man die ‚Köpfigkeit‘ der Muskeln unterscheiden, welche den Muskeltyp anhand der Zahl seiner Köpfe kategorisiert. Der Bizepsmuskel an Arm und Bein hat je 2, der Trizepsmuskel 3, der Musculus Quadrizeps am Oberschenkel hat 4 Köpfe – daher die Namensgebung.

Auch spricht man in Abhängigkeit der Zahl der Muskelbäuche von der ‚Bäuchigkeit‘. Die geraden Bauchmuskeln haben z.B. 4 Bäuche. Die Bäuche werden bei diesen Muskeln von sog. Zwischensehnen getrennt.

Hier noch einige Beispiel-Bilder:

1mehrbäuchiger gerader Bauchmuskel 2zweilöpfiger Gastroknemius-Muskel 3kleiner Zehenbeuger: ein einköpfiger Muskel 4Der Flachmuskel Trapezius gehört zur Rückenmuskulatur 5Der M. Vastus medialis ist doppelt gefiedert. 6Der Digastricus ein Halsmuskel hat zwei Bäuche

  1. gerader Bauchmuskel = mehrbäuchig
  2. Der Gastroknemius (Unterschenkelmuskel) gehört wie der Bizeps zu den zweiköpfigen Muskeln.
  3. Die kleinen Zehenbeuger der Fussohle sind einköpfige parallefaserige Muskeln.
  4. Der Trapeziusmuskel ist ein Flachmuskel.
  5. Der Vastus medialis am Oberschenkel ist doppelseitig gefiedert.
  6. Der M. Digastricus (Hals) ist zweibäuchig und parallelfaserig

 

Muskulatur des Menschen mit Muskelfaser und Myofibrille

Bild oben: Bis zur Myofibrille aufgespaltene Muskulatur.

  1. Muskelfaserbündel
  2. Muskelfaser = Muskelzelle
  3. Myofibrillen

Wie ist die Muskelfaser aufgebaut?

Die Muskelfasern sind die Elemente, die das Zusammenziehen der Muskeln gewährleisten. Ein Muskelfaserbündel besteht aus bis zu 50 dieser Muskelfasern.

Bilder: Hier sehen Sie mikroskopisch 3 Muskelfasern im Querschnitt und 2 im Längsschnitt. Die dunkelroten randständigen Pünktchen sind die Zellkerne der Muskelzellen. Das 3. Bild zeigt die Querstreifung der Muskulatur vergrößert.

Muskelfaser-Querschnitt mit Myofibrillen Muskelfasern im Längsschnitt mit Zellkern und QuerstreifungQuerstreifung der quergestreiften Skelettmuskulatur

Myofibrillen:

Die Myofibrillen sind innerhalb der Muskelfaser längs in der Muskelzelle angeordnete Strukturen / Fibrillen, die mit dem Lichtmikroskop sichtbar sind. Die Myofilbrillen sehen Sie oben in Form von vielen kleinen Punkten im Querschnitt der Muskelzellen.

Myofilamente:

Die Kontraktion der Muskeln läuft auf molekularer Ebene in den Myofilamenten ab. Diese sind nur mit dem Elektronenmikroskop sichtbar und bestehen aus den Molekülen Aktin, Myosin und Tropomyosin. Durch die regelmäßige Anordnung dieser kontraktilen Moleküle entsteht die typische Querstreifung der Skelett-Muskeln. Die kleinste kontraktile Einheit in den Myofilamenten heißt Sarkomer.

Bild: Das vereinfacht dargestellte Sarkomer in entspanntem Zustand und in Kontraktion. Blau entspricht den Aktin-, Grün den Myosin-Molekülen.

Myofilamente bestehen aus vielen Sarkomeren

 

So funktioniert ein Muskel – Planet Schule – SWR

  • Sehr gelungene Präsentation zur Kontraktion der Muskulatur in hoher Qualität.
  • Die Aktion der Myosin- und Aktin-Moleküle bei der Muskel-Kontraktion wird anschaulich animiert dargestellt.
  • Die Muskelkontraktion wird eindrucksvoll unter dem Mikroskop gezeigt.

Gleitende Muskel-Filamente (engl.)

Gliding Filaments

Ein Video von Steven L. Gourley.

  • Darstellung der Muskel-Fasern, Myofibrillen.
  • Banden des Sarkomers
  • Molekulare Struktur der Muskulatur

Muskel-Aufbau und Funktion (engl.)

Muscle Structure and Function – kmszone.com

Dieses Video ist hervorragendes Ergebnis eines Highschool-Projektes im Jahre 2008 von Kyrill Marantz (damals 17 Jahre alt).

  • Anschauliche Darstellung der Muskelkontraktion.
  • Es wird auch auf die Bedeutung von Calzium und ATP eingegangen.